Paläontologie Wandernde Riesenechse
Ein Beitrag von Dagmar Röhrlich
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- Sieben Brachiosaurier unterwegs (Jurassic Morrison Formation). (flickr | W9NED | CC BY-NC-ND 2.0)
Pflanzenfressende Saurier waren teils hunderte Kilometer unterwegs.
Heute ziehen Herden von Zebras und Gnus durch die Serengeti, immer dem Regen und dem frischen Gras nach. Es ist ein beeindruckender Anblick – der vor 145 Millionen Jahren übertroffen worden sein könnte durch den von Sauropoden-Herden, die damals durch Westamerika zogen. Dass die großen Tiere weite Wanderungen unternahmen, konnten US-Paläontologen jetzt beweisen.
Ein Camarasaurus zum Beispiel war ein beeindruckendes Tier: Bis zu 18 Meter lang und 18 Tonnen schwer konnte der Pflanzenfresser werden. Er lebte vor mehr als 145 Millionen Jahren dort, wo heute Wyoming und Utah sind. Seine großen, spatelförmigen Zähne waren ideal, um Farne und Schachtelhalme zu fressen oder auch Laub. In 23 von ihnen, die aus zwei verschiedenen Fossillagerstätten stammen, haben Geochemiker nun winzige Löcher gebohrt, um den Zahnschmelz zu untersuchen:
"Wir haben die geochemische Signatur von Karbonaten untersucht, und zwar einmal die von Karbonaten, die im Zahnschmelz der Saurier steckten und dann solche, die sich damals in Böden, Seen und Sümpfen bildeten", erklärt Henry Fricke vom Colorado College in Colorado Springs. "Wir haben die Sauerstoff-Isotope darin untersucht und herausgefunden, dass die Karbonate in den Zähnen der Sauropoden eine deutlich andere Zusammensetzung haben als die in den Böden."
Den gesamten Bericht "Das Wandern ist des Sauriers Lust" von Dagmar Röhrlich können Sie im Online--Angebot der DLF-Sendung Forschung Aktuell nachhören und -lesen.