Papstwahl @Pontifex
Andreas Noll in der Webschau über die Reaktionen der Netzgemeinde auf die Wahl von Papst Franziskus
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- Im Schutz der Vatikanischen Flagge lässt es sich gut twittern. Sobald der weiße Rauch aufstieg, griffen viele der Wartenden auf dem Petersplatz zu ihren Mobiltelefonen. (picture alliance | dpa | Michael Kappeler)
Dem offiziellen Twitter-Account des Papstes folgen bereits 1,8 Millionen Nutzer.
Kurz nach der Bekanntgabe von Papst Franziskus als neuem Oberhaupt der Katholischen Kirche wurde auch der offizielle Twitter-Account @pontifex wieder aktiviert. Der hatte dann auch gleich einen Tagesrekord zu verzeichnen. Alleine der Tweet "Habemus Papam Franciscum" wurde mehr als 68.000 Mal retweetet.
Papst Franziskus - der Erste
In den Tweets wird beispielsweise über das Namensproblem gesprochen: Nach der Papstwahl hieß es zu nächst, dass das neue Oberhaupt Franziskus I. heiße. Zwischenzeitlich hat der Vatikan - auch über Facebook - klargestellt: Er heißt nur Papst Franziskus. Benannt hat er sich nach dem Heiligen Franz von Assisi.
Reaktionen aus Argentinien
"Wir sind Papst" - das war die Schlagzeile 2005, die in Deutschland zum geflügelten Wort wurde. Die argentinischen Medien, wie etwa La Nacion, sind da - zumindest von der Aufmachung her - deutlich nüchterner. Über die Reaktionen des Volkes in Buenos Aires berichtet Spiegel-Online.
Wikipedia reagiert schnell
Auf Wikipedia gab es Augenblicke nach der Verkündigung schon die Seite über Papst Franziskus. Die ist allerdings immer noch mit dem Hinweis versehen, dass sich die Infos auf der Seite rasch ändern können. Was sich auf Wikipedia wiederfindet sind aber die drei Sätze, die heute auch in allen Online-Nachrichtenseiten als Hintergrundinfos über den neuen Papst dienen. Die gleichen Informationen findet man heute in praktisch jedem Porträt über den neuen Papst.
Kritische Reaktionen
Bei der kirchenkritischen deutschen Netzöffentlichkeit gab es größere Fragezeichen bezüglich der Rolle des heutigen Papstes während der argentinischen Militärdiktatur. Gefragt wird zum Beispiel, ob er eine zu große Nähe zur Militärjunta hatte. Wenn es um Kirche geht, dann werden in Deutschland auch direkt Fragen zum Thema Sexual-Moral und Homo-Ehe gestellt. Hier gilt der neue Papst allerdings als sehr konservativ. Ziemlich überspitzt äußert sich der Twitter-Nutzer Schemenhaft zur Haltung des Papstes gegenüber der Homo-Ehe. Ähnlich äußert sich auch das schwul-lesbische Magazin queer.de.