Pferdesport Aufschwung in der Box
Martin Schütz erklärt, warum wetten auf der Rennbahn wieder spannend ist.
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- Klein, unscheinbar, extrem schnell: Die Stute Danedream ist das deutsche Fräuleinwunder des Galoppsports (CharlesFred | flickr | cc by-sa 2.0)
Seit es Online-Wetten gibt, sinken die Einnahmen auf den traditionsreichen Rennbahnen rapide. Doch es geht wieder aufwärts. Ausgerechnet eine kleine, unterschätzte Stute ist schuld.
Danedream ist eine unscheinbare und kleine Dame. Dennoch hat die Kölner Stute die wichtigsten Galopprennen der Welt gewonnen. Vor kurzem hat die Galopperin des Jahres in Iffezheim gewonnen und damit eine Gewinnsumme von 3,6 Millionen Euro eingelaufen, was den Rekord in Deutschland markiert. Dabei hat sie vor gut drei Jahren läppische 9000 Euro gekostet, weil niemand ihr eine Karriere zugetraut hätte.
Dramatischer Einbruch
Bis Anfang der 90er-Jahre ging es dem Galoppsport blendend, dann setzte ein dramatischer Absturz ein. Die Zuschauerzahlen sanken, die Wetteinnahmen auf den Bahnen brachen ein, weil die Wetter lieber zu Hause auf dem Sofa mit dem Laptop auf den Knien die Rennen verfolgten. Lag der Umsatz in den 90er-Jahren bei über 100 Millionen Euro, waren es 2005 nur noch 60 Millionen und im vergangenen Jahr magere 30 Millionen. Doch die Talsohle scheint durchschritten: Seit drei Jahren gibt es wieder einen zarten Aufschwung und der soll durch den Rummel um Danedream weiter beflügelt werden.
Züchter schauen nach Deutschland
Mittlerweile schauen auch solvente Züchter aus Arabien und Asien wieder nach Deutschland. Die Preise für deutsche Galopper steigen, damit kommt frisches Geld in den Sport. Die Hoffnung scheint berechtigt. Vor gut zwei Wochen fand in Iffezheim die Jährlingsauktion statt, bei der die kommenden Champions versteigert werden. Das Interesse ausländischer Investoren lässt die Preise steigen.