Pflanzenkunde Die Banane - das unerforschte Wesen
Kerstin Schweighöfer auf Besuch bei den Koryphäen der Bananenforschung
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- Wie schützt man die Banane vor gefährlichen Sporen? (satanslaundromat | flickr | cc by-nc 2.0)
Das Zentrum der weltweiten Bananenforschung liegt im belgischen Leuven. Fernab der Anbaugebiete wird dort das Wesen der Banane ergründet.
Die Geschichte soll sich - wenn möglich - nicht wiederholen. Vor 60 Jahren musste die bis dahin bedeutendste Handelsbanane Gros Michel unter dem schädlichen Einfluss eines parasitären Pilzes die Segel streichen. Seit dem wird "Big Mike" fast ausschließlich durch die aus China stammende Cavendish-Banane ersetzt. Doch seit den 1990er-Jahren wird auch der in Monokulturen angebaute Platzhirsch des Bananenhandels von einem tödlichen Pilz bedroht.
Monokultur schwächt Pflanzen
Wissenschaftler des Bananenforschungszentrums im belgischen Leuven sehen gerade in der Monokultur einen der größten Fehler im Umgang mit dem Staudenobst, vor allem deshalb, weil sich die beliebte Cavendish-Sorte ohne Befruchtung und Samenbildung vermehrt und auf diese Weise keine Resistenzen gegen aggressive Pilzsporen entwickeln kann.
Widerstandsfähigere Bananen
Dabei existieren nach heutigem Wissensstand etwa 300 essbare Bananensorten, deren Zahl die Forscher aus Belgien mit Hilfe von Kreuzungsversuchen noch weiter erhöhen wollen. Ziel sind widerstandsfähige Arten, die auch durch den Einsatz genetischer Manipulationen dereinst ihren Platz im Supermarktregal finden sollen.