Montag, 20. Mai 2013

Hörsaal /

Pharmakologie Drugs and Electroshock  

Ein Vortrag des belgischen Pharmakologen Corneille Heymans in englischer Sprache

Eine Brust, auf der zwei Elektroden kleben.
Die Elektroschocktherapie wird bisweilen bei psychischen Erkrankungen eingesetzt. (gaelx | Flickr | cc-by-sa-2.0)

In den frühen 1960er Jahren war die Therapie psychischer Krankheiten mit Elektroschocks weit verbreitet. Bei Patienten, die zugleich mit bestimmten Psychopharmaka behandelt wurden, hatte diese Therapie massive Nebenwirkungen - bis hin zum Tod.

In seinem Vortrag erkundet Corneille Heymans die Wechselwirkungen zwischen Psychopharmaka und Elektroschocks. Bei Patienten, die mit dem damals gängigen Medikament Resperin behandelt wurden, führte eine Behandlung mit Elektroschocks häufig zum Atemstillstand. Obwohl die Behandlung mit Elektroschocks im Jahr 1963 weit verbreitet war und der Einsatz von Psychopharmaka stetig anstieg, hatte damals noch kaum jemand die Wechselwirkungen zwischen diesen beiden Therapiemethoden erkundet. Genau das macht Heymans in seinem Vortrag.

Heute aktuell, morgen veraltet

In der Medizin können Forschungsergebnisse, die gerade noch brandaktuell waren, wenige Jahre später schon veraltet sein. Umso beeindruckender ist es, dass die Forschungsergebnisse des belgischen Pharmakologen Corneille Heymans bis heute von grundlegender Bedeutung sind. Ihm ist es zu verdanken, dass wir heute wissen, wie unser Nervensystem, unser Kreislauf und Stoffwechsel die Regulierung unserer Atmung bestimmen. Im Jahr 1938 erhielt Heymans für seine Entdeckungen den Nobelpreis für Medizin. Seinen Vortrag hielt er am 1. Juli 1963 beim 13. Treffen der Nobelpreisträger in Lindau am Bodensee.

(Logo: Meeting of Nobel Laureates Lindau)



Mehr bei DRadio Wissen:

USA - Arzt kämpft gegen Elektroschocks
Dr. John Breeding aus Texas kämpft seit 30 Jahren gegen die Elektroschock-Therapie: nun hat er einen ersten Erfolg errungen.
(Globus vom 24.03.2011)

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