Philosophie Keine Demokratie mit Spaßbremsen
Robert Pfaller erklärt, warum Menschen, die nicht feiern können, die Demokratie aushöhlen
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- Ausgelassenes Feiern kann viele Ventile öffnen und stärkt die Demokratie. (nunor | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)
Bier ohne Alkohol, Margarine ohne Fett, Sex ohne Körper - eine Leben voller Verzicht. Der Wiener Philosophie-Professors Robert Pfaller stellt zumindest fest, dass wir allmählich die Fähigkeit zu feiern verlieren und nicht mehr feiern und gönnen können.
Im Rahmen der Tagung des Einstein Forums "Zum Fest. Heyday of Emotions" hielt der Philosoph Robert Pfaller den Eröffnungsvortrag: "Die Augenhöhe des Lebens. Über Souveränität und subalterne Identität". Darin kommt er zu überraschenden Ergebnissen.
Spaßfrei und undemokratisch
Pseudopolitik, Genussscheu und Verbotsbejahung - diese Vorwürfe richtet er an uns. Wir könnten nicht mehr richtig feiern, gönnen anderen die Freude am Fest nicht mehr. All das sollten wir aber unbedingt tun - um die Demokratie zu retten.
Der 1962 geborene Robert Pfaller ist Professor für Philosophie in Wien. Studiert hat er in Wien und Berlin, danach führten ihn Gastprofessuren nach Chicago, Berlin, Zürich und Straßburg.