Physik Die Quantentheorie der Elementarteilchen
Ein Vortrag vom Treffen der Nobelpreisträger in Lindau
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- Der Physiker Werner Heisenberg erhielt im Jahr 1932 den Nobelpreis. (picture alliance | dpa | Roland Witschel)
1959 sprach der Physiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg über die Probleme in der Theorie der Elementarteilchen.. Diesen historischen Vortrag können Sie nun im Hörsaal bei DRadio Wissen hören.
Und weil 1959 weder Beamer noch Powerpoint-Präsentationen existierten, hören Sie in dem Vortrag Heisenbergs ab und an das Kratzen von Kreide auf Tafeln - immer dann, wenn er physikalische Formeln notierte. Damit untermalte er seine Kenntnisse über "neuere Ergebnisse zur einheitlichen Feldtheorie der Elementarteilchen", wie er seinen Vortrag nannte.
Die Heisenbergsche Unschärferelation
1927 hatte der Physiker die nach ihm benannte "Heisenbergsche Unschärferelation" entwickelt. Danach können bestimmte Messgrößen eines Teilchens wie etwa der Ort und Impuls nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmt werden. Damals war er gerade einmal 26 Jahre alt und lehrte bereits als Professor an der Universität in Leipzig. 1932 erhielt er den Nobelpreis für Physik.
Forschungstätigkeit für die Nationalsozialisten
Heisenberg wurde 1901 in Würzburg geboren und starb 1976 in München. Er studierte Physik, promovierte 1924 und arbeitete in Göttingen und Kopenhagen. Von 1942 bis 1945 war er Leiter des Kaiser-Wilhelm-Institutes für Physik in Berlin. An der Berliner Universität forschte er am Uranprojekt der NSDAP, was ihm später in Fachkreisen verübelt wurde. Wegen seiner Tätigkeit verbrachte er einige Monate in Kriegsgefangenschaft in England. Danach leitete er als Direktor das Max-Planck-Institut für Physik zunächst in Göttingen, später in München.
Seinen Vortrag "Fortschritte und Schwierigkeiten in der Quantentheorie der Elementarteilchen" hielt Werner Heisenberg am 2. Juli 1953 in Lindau.