Physik Vom Wunderschalter zum Supraleiter
Der zweimalige Nobelpreisträger John Bardeen spricht über "Recent Developments in Superconductivity".
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- John Bardeen mit seinen Kollegen William Shockley und Walter Brittain: Ihre Entdeckungen haben die Welt revolutioniert. (picture-alliance / dpa | Siemens)
Seine Nachbarn kannten ihn vor allem als einen freundlichen Mann, der immer wieder zu Grillpartys einlud. Dass der amerikanische Physiker John Bardeen zugleich ein Genie war, der das Leben eines jeden einzelnen von uns mitgeprägt hat, wussten viele nicht.
Seine Entdeckungen haben die Welt revolutioniert: Im Jahr 1947 konstruierte John Bardeen zusammen mit seinen Kollegen William Shockley und Walter Brattain den ersten Bipolartransistor. Der löste eine atemberaubende Entwicklung in der Elektroindustrie aus, vor allem weil er so klein war: Handys, Computer, ferngesteuerte Raketen, nichts davon gäbe es ohne diesen winzigen Wunderschalter. Für ihre Entdeckung erhielten Bardeen und seine Kollegen 1956 den Nobelpreis für Physik.
Zweifacher Nobelpreisträger
Als John Bardeen 1962 seinen Vortrag "Recent Developments in Superconductivity" in Lindau hielt, ahnte er noch nicht, dass er zehn Jahre später noch einmal bei der feierlichen Verleihung in Stockholm dabei sein sollte - als einziger, der jemals zwei Nobelpreise für Physik bekommen hat. Beim zweiten Mal wurde er für seine Entdeckungen auf dem Gebiet der Supraleiter-Forschung ausgezeichnet.
(Logo: Meeting of Nobel Laureates Lindau)