Physik Von Kopernikus zu Einstein
Vom 6. Treffen der Nobelpreisträger in Lindau am Bodensee
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- Max von Laue 1929 (Deutsches Bundesarchiv | Bild 183-U0205-502 | CC BY-SA 3.0)
Raum und Zeit sind die beiden Grunddimensionen unserer Existenz. Seit jeher haben Philosophen und Physiker sich mit ihnen beschäftigt: Sind es Formen unseres Denkens? Lassen sich Raum und Zeit von der Physik vermessen? Ein Vortrag des Nobelpreisträgers Max von Laue aus dem Jahr 1956.
In seinem Vortrag aus dem Jahr 1956 will der deutsche Physiker Max von Laue Einsteins Relativitätstheorie so allgemeinverständlich wie möglich erklären. Um das zu tun, beginnt er nicht in der Physik, sondern in der Philosophie. Genauer: bei Immanuel Kant.
Raum und Zeit: Eine Aufgabe für Philosophen und Physiker
Für Kant waren Raum und Zeit Formen des menschlichen Geistes, eingeprägte Anschauungen, die unsere Erkenntnis prinzipiell nicht hintergehen kann. Kants Philosophie bildet den Ausgangspunkt für die Überlegungen des Physikers Max von Laue.
Die Vermessung des Universums
Er gibt Kant recht, dass Raum und Zeit eingeprägte Formen der menschlichen Anschauung sind. Nur wenn es darum geht, Raum und Zeit zu messen, da hilft uns Kant nicht weiter, argumentiert Max von Laue. Denn das Messen von Zeit und Raum ist Teil der Erfahrungswissenschaft. Es sind also die Physiker und nicht die Philosophen, die sich mit dem Vermessen des Universums auseinandersetzen müssen.
(Logo: Meeting of Nobel Laureates Lindau)
Weitere Vorträge:
Werner Heisenberg "Probleme in der Theorie der Elementarteilchen" vom 25.06.1956
(Hörsaal am 03.05.2012)
Max von Laue "Röntgenwellenfelder in Kristallen" vom 30.06.1959
(Hörsaal am 10.05.2012)