Mittwoch, 22. Mai 2013

Natur /

Plastikmüll Kreislauf des Todes  

Ein Gespräch mit der Systemwissenschaftlerin Dr. Christiane Zarfl

An einem Strand liegen zwischen einer Kokusnuss und Pflanzen eine Glühbirne und diverse Plastikflaschen.
Die Verschmutzung der Meere wird zu einem immer größeren Problem. (epSos.de | flickr | cc by 2.0)

Das Problem ist kaum sichtbar: Unter der Wasseroberfläche der Ozeane treiben Millionen Tonnen Plastikmüll. Langsam, aber sicher geht daran die Fauna und Flora der Meere zu Grunde.

Bekannt ist das Problem seit Jahren. Sogar einen Spitznamen hat es bereits: Der Great Pacific Garbage Patch. Dieser Wirbel aus Plastikmüll ist nicht der einzige. Die Ozeane dieser Welt beherbergen mehrere Müll-Kreisläufe, die Millionen von Tonnen Kunststoff mit sich führen.

Tragödie in dunklen Fluten

Früher hat die Wissenschaft diesem Müll keine große Bedeutung beigemessen, schließlich zersetzt sich Plastik über die Jahrzehnte im Meer. Mittlerweile steht aber fest, dass Meeresbewohner Kunststoffteile als Plankton wahrnehmen und fressen. Entweder verhungern die Tiere oder sie werden durch giftige Schadstoffe, die das Plastik bindet, getötet. In den Ozeanen scheint sich in den tiefen, dunklen Fluten eine Tragödie abzuspielen.

 



Mehr bei DRadio Wissen:

Mein Studium - Ozeanografie
Wer gern übers Meer schippert und ein Faible für Physik hat, für den ist ein Ozeanografie-Studium bestimmt das Richtige.
(Mein Studium vom 23.10.2010)

Verschmutzung der Meere - Teil 3
Der Energiehaushalt des Meeres.
(Hörsaal vom 29.04.2010)

Verschmutzung der Meere - Teil 2
Förderung von Rohöl und die Probleme der Meeresverschmutzung.
(Hörsaal vom 28.04.2010)

Verschmutzung der Meere - Teil 3
Die Ölpest vor der amerikanischen Küste ist auch eine Woche nach der Explosion auf der Bohrinsel "Deepwater Horizon" nicht gebannt.
(Hörsaal vom 27.04.2010)

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

  • Seite 1 / 1

Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Zahlen

    Die Schätzung der U.S. National Academy of Sciences, nach der jährlich über 6 Millionen Tonnen hinzukommen, ist sogar noch älter, von 1975. Seitdem hat sich viel geändert, was Recycling, internationale Abkommen und Plastikproduktion angeht. Siehe http://www.gesamp.org/data/gesamp/files/media/Publications/Reports_and_studies_82/gallery_1510/object_1670_large.pdf - S.15 Das Plastik-Plankton-Verhältnis von 6:1 ist recht umstritten. Siehe zum Beispiel: http://theoystersgarter.com/2008/06/10/is-there-really-six-times-more-plastic-than-plankton-in-the-north-pacific-gyre/

    anjakrieger 20.02.2012 14:43 Uhr

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

  • Seite 1 / 1

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Natur

Ein Aal im Netz

KlimaerwärmungKlimawandel im Fangnetz

Die Meeresoberflächen werden wärmer - das wirkt sich bereits auf die Ökosysteme aus.

Mehr …

In einem Kamin brennt ein Feuer.

TechnikHitze statt Kraft

An der ETH Zürich entwickeln Forscher einen Flammenbohrer.

Mehr …

In vielen deutschen Städten leben entflogene Papageien in den Parks.

HalsbandsitticheVogelfrei

In den Städten der gesamten Rheinebene leben Tausende von entflogenen Halsbandsittichen.

Mehr …