Politik Die Zukunft der Demokratie, Teil 4
Vortrag des Informatikers Volker Wulf
Der Informatiker Volker Wulf spricht über digitale Medien als Instrumente politischer Partizipation.
Als "Facebook-Revolutionen" wurden die Aufstände des arabischen Frühlings in den Medien häufig bezeichnet. Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter, so die These, hätten dieses Auflehnen befördert, wenn nicht sogar möglich gemacht. Welche Rolle spielt das Internet aber tatsächlich für politische Teilhabe und politischen Wandel?
Digitale Medien und die Demokratie
Volker Wulf, Professor für Informatik an der Universität Siegen, untersucht die Bedeutung neuer digitaler Medien in der Demokratie und bei Umsturzprozessen. In seinem Vortrag stellt er vier Fallstudien vor, in denen er Möglichkeiten der neuen Medien untersucht hat: Analysen zum Petitionsportal des Bundestages, zum Europäischen Sozialforum zu dem palästinensischen Dorf Al-Ma'sara, das wöchentlich gegen den Mauerbau zwischen Israel und den palästinensischen Gebieten protestiert, sowie zur Selbstverbrennung des Gemüsehändlers Mohamed Bouazizi im Dezember 2010 in der tunesischen Kleinstadt Sidi Bouzid zu Beginn des arabischen Frühlings.
Eine Tagung in Bielefeld
Volker Wulf hat den Lehrstuhl "Wirtschaftsinformatik und Neue Medien" an der Universität Siegen inne und ist geschäftsführender Direktor des dortigen Instituts für Medienforschung. Außerdem leitet er das Geschäftsfeld "Benutzerorientiertes Software-Engineering (USE)" am Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik Sankt Augustin.
Logo (ZIF)Seinen Vortrag hat der Informatiker auf der ZIF-Tagung "Hat Demokratie eine Zukunft?" am 1. Februar 2012 gehalten. Sie wurde vom Zentrum für interdisziplinäre Forschung an der Universität Bielefeld organisiert.
Dieser Hörsaal wurde ursprünglich am 18.04.2012 gesendet.