Donnerstag, 23. Mai 2013

Kultur /

Polizei Auch Polizisten haben Gefühle  

Von Axel Schröder

Uniform und Mütze eines Beamten der Hamburger Polizei hängen an einer Garderobe.
Gefühle haben im Einsatz keinen Platz. Zumindest für manche Polizisten gilt das. (dpa | picture alliance | Christian Charisius)

Ihr Beruf ist hart, darum wird Gefühlsarbeit mit Polizisten wichtiger.

Der Umgang mit Gefühlen ist schwierig für Polizisten. Bei einem Einsatz dürfen sie nicht zu viel Härte zeigen, aber auch nicht nachlässig sein. Das sagt die Soziologin Peggy Szymenderski. Aus ihrer Promotion an der TU Chemnitz hat sie ein Buch geschrieben.

43 Polizisten im Interview

Extrem belastende Einsatzsituationen, die Position zwischen widersprüchlichen Interessen von Bürgern und Polizeibehörde, dazu immer vielfältigere Aufgaben, und dann würde überall Personal eingespart: Da sei Gefühlsarbeit mit den Polizisten immer wichtiger, so Szymenderski. Sie hat 43 Polizisten interviewt und aus den Gesprächen fünf emotionale Typen von Polizisten ausgemacht.

Fünf Typen

Die "Verlagerer" blenden im Einsatz ihre Gefühle aus.
Die "Abwehrer" versuchen, Emotionen an sich abprallen zu lassen.
Die "Oszillierer" versuchen, den unterschiedlichen Interessen von Behörde und Bürgern und dazu noch den eigenen beruflichen Ansprüchen gerecht zu werden.
Die "Stoiker" setzen sich mit potenziellen Belastungen bereits bei der Berufswahl auseinander.
Die "diffus Reagierenden" nutzen unterschiedliche Strategien, finden aber letztlich keine geeignete Form für den Umgang mit belastenden Emotionen.



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