Pränataldiagnostik Bluttest statt Punktion
Lars Westermann über neue Vorstöße in der Pränataldiagnostik
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- Pränataldiagnostik steht in Deutschland auch ethisch zur Debatte (Hey Paul Studios | Flickr | cc-by-2.0)
DNA aus dem Blut der werdenden Mutter könnte in Zukunft Aufschluss über genetische Störungen des ungeborenen Kindes geben. Ein entsprechender Test kommt in Kürze auf den Markt. Er birgt aber einige Unsicherheiten.
Wollen werdende Mütter wissen, ob ihr ungeborenes Kind das Down-Syndrom also eine Trisomie 21 hat, machen Pränataldiagnostiker in der Regel eine Punktion. Sie durchstoßen mit einer langen Nadel die Bauchdecke der Mutter und saugen Fruchtwasser ab. Daraus gewinnen sie embryonale Zellen. Diese Methode hat einen Nachteil: In einem Prozent der Fälle wird dadurch eine Fehlgeburt ausgelöst.
Bruchstücke von Chromosomen
Eine neue Methode arbeitet für die Erkennung der Trisomie mit dem Blut der werdenden Mutter. Denn darin befindet sich auch Erbinformation des Kindes. Diese ist nicht an Zellen gebunden und schwimmt frei im Blut der Mutter. Dabei handelt es sich allerdings nur um Bruchstücke von Chromosomen, die gar nicht vom Embryo selbst, sondern aus der Plazenta stammen.
Test bleibt unsicher
Aus der Menge dieser Bruchstücke können Pränataldiagnostiker schließen, ob bestimmte Chromosomen in zu großer Anzahl vorkommen. Es ist allerdings nicht garantiert, dass die Aussagen der Ärzte immer richtig sind.