Montag, 20. Mai 2013

Natur /

Pränatalforschung Vorentscheidung im Mutterleib  

Jan Schilling erklärt, wie sich Stress auf Embryos auswirkt

Ultraschallbild eines Fötus im fünften Monat
Stress im Mutterleib hat langwierige Folgen (dpa | chad Ehlers)

Der Verlauf einer Schwangerschaft hat Einfluss darauf, ob ein Mensch später an Diabetes, Krebs oder Depressionen erkranken wird. Denn Stresshormone im Mutterleib beeinflussen die körperliche Entwicklung des Fötus. Und auch die Psyche bildet sich in dieser Zeit heraus.

Pränatalforscher wollen den Ursprüngen von Krankheiten auf den Grund gehen. Dafür untersuchen sie die Entwicklung von Embryos im Mutterleib. Durchlebt die Mutter während der Schwangerschaft extremen Stress oder andere psychische Belastungen, reagiert das Ungeborene darauf. Möglicherweise leidet es im späteren Leben an einem schwächeren Immunsystem, mehr Allergien oder einem gesteigerten Herzinfarktrisiko.

Mozart im Bauch

Der Neurologe Matthias Schwab von der Universität Jena untersucht, wie die Reifung des Embryos mit dem Lebensstil der Mutter zusammenhängt. Dabei setzt er werdende Schafsmütter einem Krach- und Stresstest aus. So kann er auch Schlüsse darauf ziehen, wie die Umwelt der Mutter die Gesundheit des Kindes beeinflussen werden. Und Schwab untersucht, ob es wirklich hilft, wenn man während der Schwangerschaft Mozart hört.



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