Primaten Gesünder an der Spitze
Michael Stang über Sozialstatus und Gesundheit bei Pavianen
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- Der Boss bin ich! (flickr.com | Alexander@Ulm CC BY-NC-SA 2.0)
Fast 30 Jahre lang haben Forscher die Auswirkungen der sozialen Stellung auf die Gesundheit von frei lebenden Pavianen untersucht. Ihre Ergebnisse: Führende Paviane leben gesünder.
Seit 1971 beobachten Verhaltensforscher in Kenia konstant drei Paviangruppen. Dazu kommen seit knapp 30 Jahren auch Kotuntersuchungen, die Aufschluss über Verwandtschaftsbeziehungen geben und Einblicke in den Gesundheitszustand und den Hormonhaushalt der Tiere ermöglichen.
Ob und wie sich der Stress auswirkt, haben Elizabeth Archie und ihre Kolleginnen anhand von Faktoren wie Alter, Kondition, Stress, Fortpflanzungserfolg und Testosteronwerten untersucht.
Dabei wurde deutlich: sowohl hochrangige Paviane als auch rangniedere Tiere waren enormem Stress ausgesetzt. Überraschenderweise wirkte sich der Stress bei hochrangigen Männchen aber nicht negativ auf ihre Gesundheit aus. Rangniedrigere Tiere wurden dagegen eher krank, auch heilten ihre Wunden wesentlich langsamer als bei den Alphatieren.
Das vollständige Manuskript des Beitrags können sie auf der Seite Forschung Aktuell des Deutschlandfunks nachlesen.