Profisport Siegen oder zurück fliegen
Wie man mit Läufern aus Kenia und Äthiopien gute Geschäfte machen kann.
Meistens kommen die Gewinner von Marathonläufen aus Afrika. Die Siegesprämien sind hoch. Ein lukratives Geschäft nicht nur für die Sportler aus Kenia oder Äthiopien, sondern auch für ihre Manager.
In ihren Heimatländern, Äthiopien oder Kenia, trainieren sie hart mit der Hoffnung, in Europa oder in den USA Marathon zu laufen. Ein lukrativer Job für sie: Die Siegesprämien sind hoch, und auch wenn sie nicht gewinnen, können sie ein paar Hundert Euro kassieren: als Tempomacher von Weltklasseläufern .
Manager verdienen mit afrikanischen Läufern
Auch ihre deutschen Manager verdienen mit den Läufern gutes Geld. Zum Beispiel Volker Wagner aus Detmold. Der ehemaliger Weltklasseläufer ist vom Beruf Mathelehrer und betreibt seit 25 Jahren das Geschäft mit den Afrikanern. Er holt sie nach Deutschland, bezahlt den Flug, Unterkunft, Training und Massagen. Die Afrikaner müssen ihm aber das Geld nur für den Flug zurückzahlen, wenn sie es bei den Rennen auch verdienen. Zusätzlich bekommt Wagner 15 Prozent von jedem Preisgeld seiner Läufer.
Keine Leistung: zurück in die Heimat
Wie lange sie in Deutschland bleiben, hängt von ihrer Leistung ab. Ist der Afrikaner erfolgreich, darf er zwei, drei Monate bleiben und auch wieder kommen. Ist seine Leistung schwach, wird er nach zwei Wochen nach Hause zurückgeschickt.