Proteste in Syrien Zwischen Bürgerkrieg und Unterdrückung
Ein Gespräch mit dem austro-syrischen Imam und Publizisten Tarafa Baghajati
In Syrien leben unter anderem Christen und Muslime, Kurden, Armenier und Araber zusammen - bislang friedlich. Politische Experten weisen jetzt auf die Gefahr hin, dass ein Sturz des Präsidenten al-Assad einen Bürgerkrieg auslösen könne.
Syrien ist ein Land mit religiösen und ethnischen Minderheiten: Araber, Kurden, Palästinenser, Armenier, Assyrer und Aramäer, Christen und Muslime – sie alle leben seit vielen Jahrzehnten meist friedlich zusammen. Die Proteste der letzten Wochen gegen den Präsidenten Baschar al-Assad und die Rücktrittsforderungen der Opposition haben die Frage aufgeworfen, ob ein Sturz des Präsidenten auch mit Hilfe des Westens geschehen könnte, sollte er noch brutaler gegen die Demonstranten vorgehen.
Bürgerkrieg befürchtet
Gleichzeitig werden Stimmen laut, die vor einem Sturz al-Assads warnen – denn das dadurch verursachte Chaos könnte zu einem Bürgerkrieg führen, so die Befürchtungen. Tarafa Baghajati ist Imam und Gefängnisseelsorger in Wien – der gebürtige Syrer schreibt Gastkommentare für die österreichische Tageszeitung "Der Standard" in Wien. Wir sprechen mit ihm über die Vielfalt der syrischen Nation.
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