Radfahren Fahrradhelm auf dem Prüfstand
Über den Nutzen des behelmten Fahrradfahrens
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- Er wehrt Verletzungen ab, aber der Helm verhindert keine tödlichen Verletzungen beim Fahrradunfall. (sake028/ Flickr/ CC BY-NC-SA 2.0)
Laut einer aktuellen kanadischen Studie sinkt das Risiko, bei einem Unfall zu sterben, durch einen Fahrradhelm. Doch insgesamt lässt sich nicht belegen, dass der Kopfschutz das Risiko senkt, tödlich zu verunglücken.
Die einen schwören auf sie, die anderen finden sie furchtbar: Fahrradhelme sind ein Reizthema. In der Regel heißt es: "Ja, ich weiß, eigentlich sollte ich zum eigenen Schutz das Ding aufsetzen, aber ich find es so unpraktisch." Und bei Jugendlichen sind Eltern völlig auf verlorenem Posten, denn der Helm ist der größte Feind der aufwändig gestylten Haarpracht.
Bedingter Schutz
Wer den Fahrradhelm verschmäht, muss aber gar kein schlechtes Gewissen haben, denn die Studien belegen nicht, dass Fahrradhelme die Sicherheit geben, wie weithin angenommen wird.
Falsche Ableitung
Eine aktuelle kanadische Studie kommt zwar zu dem Ergebnis, dass Fahrradhelme das Risiko, bei einem Unfall zu sterben, extrem senken können. Allerdings gibt es auch andere Zahlen. Das Problem ist, dass die Unfallstatistiken in der Regel nicht die Todesfälle erfassen, sondern die Kopfverletzungen. Daraus wird dann abgeleitet, dass Fahrradhelme auch Todesfälle verringern, weil mehr als die Hälfte aller Menschen, die bei Unfällen sterben, auch Kopfverletzungen hatten. Ob sie tatsächlich daran gestorben sind, lässt sich aus den Zahlen aber nicht ableiten.
Wirkung von Helmpflicht nicht nachgewiesen
Auch gibt es keine Statistiken, die belegen, dass in Ländern mit einer Helmpflicht relativ gesehen weniger Radfahrer tödlich verunglücken als in Ländern ohne Helmpflicht.