Samstag, 25. Mai 2013

Natur /

Raumfahrt "Die sieben Minuten der Hölle"  

Planetenforscher Ulrich Köhler erklärt, wie die Landung des Marsroboters funktioniert

Nasa-Mitarbeiter Steve Collins wartet während der "Sieben Minuten der Hölle" am 05.08.2012 auf die Mars-Landung des Roboters Curiosity.
Das Landemanöver von Curiosity dauert sieben Minuten - sieben Minuten in denen die Nasa-Mitarbeiter zum Nichtstun verdammt sind. (picture alliance | dpa | Brian Van Der Brug)

Das Nasa-Team atmet auf: Der Marsroboter Curiosity ist erfolgreich gelandet. Die Wissenschaftler der Nasa sprechen von einer der bislang risikoreichsten Landungen - von den "sieben Minuten des Schreckens".

Ein halbes Jahr war die Rakete mit dem Marsroboter "Curiosity" unterwegs. Am Morgen des 6. August landete er schließlich auf dem Mars - und von den Wissenschaftlern der Nasa fiel eine tonnenschwere Last. Es war eine der risikoreichsten Landungen überhaupt.

Abwarten und hoffen

Nasa-Visualisierung: Curiosity wird vorsichtig abgeseilt.Curiosity landet. (picture alliance / dpa)Sieben Minuten hat sie gedauert. In dieser Zeit tritt Curiosity in die Marsatmosphäre ein, fällt durch sie hindurch und landet schließlich auf der Marsoberfläche. Und dann halten die Wissenschaftler vor Spannung die Luft an - alle warten nur auf eins: ein "Piep" des Roboters, mit dem er signalisieren soll, ob er heil gelandet ist. Alles funktioniert automatisch, ein menschliches Eingreifen ist unmöglich.

Informationen mit 14 Minuten Verspätung

Bilder gab es zumindest in den ersten Minuten noch keine. Denn erst musste Curiosity einen Mast ausfahren, an dem zwei Kameraaugen befestigt sind - die technisch besten, die je für eine solche Mission entwickelt wurden. Die Bilder, die diese Kamera einfängt, werden mitsamt den Messdaten an drei Sonden gesendet, und - ähnlich wie beim GPS - von dort auf die Erde gefunkt.

 

Hier geht es zum Tagesthema "Neugierig auf dem Mars" mit allen Gesprächen und Hintergründen.



Mehr bei DRadio Wissen:

Mars on a low budget
Die Nasa stellt auf der Global Space Exploration Conference ihre geschrumpften Mars-Projekte vor.
(Natur vom 25.05.2012)

Phobos-Grunt abgestürzt
Die defekte russische Marssonde Phobos-Grunt ist laut Agenturangaben im südlichen Pazifik abgestürzt.
(Webschau vom 16.01.2012)

Raumfahrt: Neugierig zum Mars
Er ist so groß wie ein Geländewagen und wird demnächst von der Nasa ins All geschickt: Mars-Rover Curiosity.
(Natur vom 21.11.2011)

Simulation: Mobil machen für den Mars
Mit dem Experiment Mars500 haben Astronauten einen Flug zum Mars und zurück simuliert - 520 Tage lang.
(Tagesthema vom 04.11.2011)

 

Weitere Informationen:

"Curiosity" erreicht den roten Planeten
Spannung kurz vor der Landung des großen Mars-Rovers
(dradio.de vom 05.08.2012)

Mars, wir kommen
Countdown zu einer schwierigen Landung
(zdf.de, 05.08.2012)

Wuchtbrumme im Anflug
Wenn die Mars-Landung gelingt, können Forscher mit ungekannter Präzision nach Spuren von Leben suchen.
(spiegel.de vom 03.08.2012)

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