Recherche Das Comeback des Reporter-Handwerks
Ein Gespräch mit dem Journalisten Sven Preger
Die Bedingungen für investigative Recherchen sollen sich verbessert haben, und das Ansehen der investigativen Journalisten ist gestiegen.
Parteispenden, Schwarzgeld – bei den großen Skandalen in der deutschen Politik ging es meist um Geld. Genauer: um Parteien und Spenden. Sowohl bei der Flick-Affäre in den 80er-Jahren als auch bei der Schwarzgeldaffäre der CDU , die ab 1999 aufgedeckt wurde.
Wenig Anerkennung für Rechercheure
Häufig wurden diese Geschichten auch von Journalisten aufgedeckt – was lange Zeit untypisch für die deutsche Medienlandschaft war. Denn ein toller Schreibstil oder ein brillanter Kommentar galten in deutschen Redaktionen lange mehr als die investigativ recherchierte Geschichte. Schließlich kostet Recherche viel Zeit und Geld.
Wandel in der Recherchepraxis
Daher standen nur wenige Personen und Redaktionen für die Recherche in Deutschland: Hans Leyendecker von der Süddeutschen Zeitung, die NDR-Redaktion Panorama, Monitor vom WDR und der Spiegel.
Doch in den vergangenen Jahren scheinen sich die Recherchebedingungen für deutsche Journalisten deutlich verbessert zu haben. Der Journalist Sven Preger ist der Meinung, dass sich hier ein echter Wandel vollzogen hat.