Sonntag, 26. Mai 2013

Medien /

Recherche Das Comeback des Reporter-Handwerks  

Ein Gespräch mit dem Journalisten Sven Preger

Eine Hand mit einem Stift schreibt auf einem Notizblock
Notizblock (Dr Stephen Dann/flickr.com/CC BY-SA 2.0)

Die Bedingungen für investigative Recherchen sollen sich verbessert haben, und das Ansehen der investigativen Journalisten ist gestiegen.

Parteispenden, Schwarzgeld – bei den großen Skandalen in der deutschen Politik ging es meist um Geld. Genauer: um Parteien und Spenden. Sowohl bei der Flick-Affäre in den 80er-Jahren als auch bei der Schwarzgeldaffäre der CDU , die ab 1999 aufgedeckt wurde.

Wenig Anerkennung für Rechercheure

Häufig wurden diese Geschichten auch von Journalisten aufgedeckt – was lange Zeit untypisch für die deutsche Medienlandschaft war. Denn ein toller Schreibstil oder ein brillanter Kommentar galten in deutschen Redaktionen lange mehr als die investigativ recherchierte Geschichte. Schließlich kostet Recherche viel Zeit und Geld.

Wandel in der Recherchepraxis

Daher standen nur wenige Personen und Redaktionen für die Recherche in Deutschland: Hans Leyendecker von der Süddeutschen Zeitung, die NDR-Redaktion Panorama, Monitor vom WDR und der Spiegel.

Doch in den vergangenen Jahren scheinen sich die Recherchebedingungen für deutsche Journalisten deutlich verbessert zu haben. Der Journalist Sven Preger ist der Meinung, dass sich hier ein echter Wandel vollzogen hat.



Mehr bei DRadio Wissen:

Netzwerk Recherche: Tumult bei der Jahrestagung
Das Netzwerk Recherche hat möglicherweise Fördergelder vom Staat zu Unrecht bekommen. (04.07.2011)

Krisenjournalismus - Zwischen Hotellobby und Gefahrenzone
Wie arbeiten Journalisten in Krisengebieten? Ein Buch mit explorativen Reporter-Interviews liefert die Antwort.  (01.02.2011)

Chancen für Mistkratzer
Die aufwendige Recherche lohnt sich in Zeiten des Internets mehr denn je. (08.07.2010)

 

Weitere Informationen:

Das Netzwerk Recherche

Ich kauf mir eine Zeitung
Eigentlich sollen Journalisten bestimmen, was in der Presse steht. Aber kann das auch eine Werbeagentur - mit Geld? Wir haben es ausprobiert. Protokoll einer Undercover-Recherche. (02.04.2011)

Schleichwerbung in den Medien: "Damit die Wirkung nicht verpufft"
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Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Flucht nach vorn

    gut recherchierte Geschichten wären das einzige, was mich wieder zur Zeitung, ggf online und bezahlt, zurückbringen könnte. Das meiste was ich momentan bekommen kann, ist es mir einfach nicht wert. Da such ich mir meine Infos lieber über Blogs, Radio und andere Quellen zusammen. Filter Bubble lässt grüßen

    radiojunkie 13.07.2011 12:43 Uhr

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