Recht und Willkür II Normenverstoß im Namen des Fortschritts
Der Historiker Dieter Langewiesche spricht über das Verhältnis von Recht und Revolutionen.
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- Die Freiheit führt das Volk von Eugène Delacroix - Sinnbild der Französischen Revolution (Eugène Delacroix | Musée du Louvre | Wikimedia Commons | gemeinfrei)
Revolutionen brechen Recht und schaffen Recht. Für den Historiker Dieter Langewiesche sind sie deshalb eine ganz besondere Form der Normendurchbrechung.
Das Nachdenken über Recht und Revolution sei von einem Zwiespalt begleitet, sagt der Historiker Dieter Langewiesche: "Ohne Normenverstoß kein gesellschaftlicher Fortschritt, ohne Normengehorsam keine funktionsfähige Gesellschaft und kein funktionsfähiger Staat."
Revolutionen in Europa
In seinem Vortrag "Recht und Revolution" betrachtet Langewiesche europäische Revolutionen des 19. und 20. Jahrhunderts und analysiert, in welchem Verhältnis diese zum Recht standen.
Akademientag 2012
Seinen Vortrag hat er im Rahmen des Akademientags 2012 der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften gehalten, der am 8. Juni 2012 unter dem Titel "Recht und Willkür" in Hannover stattgefunden hat.