Recht und Willkür IV In den Diktaturen des 20. Jahrhunderts
Der Rechtshistoriker Michael Stolleis spricht über die Geschichte des Rechtsstaates.
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- Die Unabhängigkeit der Justiz ist einer der Pfeiler des Rechtsstaats. (Dan4th Nicholas|flickr|CC BY 2.0)
Michael Stolleis spannt seinen Bogen von der Bildung des Wortes "Rechtsstaat" im 19. Jahrhundert über die Unrechtsregimes der NS-Zeit, der SED und der UdSSR bis ins Jahr 2012.
Michael Stolleis hat Rechtswissenschaften, Germanistik und Kunstgeschichte studiert. 1974 übernahm er eine Professur an der Universität Frankfurt, 1991 wurde er außerdem Direktor des Max-Planck-Institutes für europäische Rechtsgeschichte. Die Emeritierung erfolgte 2006. Für sein Lebenswerk und seine bahnbrechenden Forschungen erhielt er 2010 das Bundesverdienstkreuz erster Klasse.
Akademientag 2012
Seinen Vortrag "Recht und Willkür in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts“ hat er im Rahmen des Akademientags 2012 der Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften gehalten, der am 8. Juni 2012 unter dem Titel "Recht und Willkür" in Hannover stattgefunden hat.
In eigener Sache: Lindau
Seit etwa zwei Jahren präsentiert der Hörsaal jeweils donnerstags die Treffen der Nobelpreisträger in Lindau. Stets hatten wir einen hoch dekorierten Wissenschaftler zu Gast, der einen Überblick über sein ganz spezielles Forschungsgebiet gab. Inzwischen ist der archivierte Bestand aus Lindau bis Anfang der 50er-Jahre von DRadio Wissen abgearbeitet. Wir beenden unsere Reihe daher an dieser Stelle.
Von Lindau werden wir uns jedoch nicht ganz verabschieden: Jedes Jahr im Sommer finden dort weiterhin die Treffen ausgewählter Nachwuchswissenschaftler mit den Nobelpreisträgern statt und die werden wir wie immer aktuell ins Programm heben.
Die Hörsäle aus der Lindau-Reihe finden Sie zum Nachhören an dieser Stelle.