Recht und Willkür V Finanzinvestoren vs. Staaten
Rechtswissenschaftler Rolf Stürner über das Verhältnis von Finanzinvestoren und Staaten.
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- Geld gegen Gesetz - Muss sich Justitia der Finanzmacht geschlagen geben? (marie-ll | flickr | cc by-nc-sa 2.0)
Es droht die Herrschaft der Finanzinvestoren über die Staaten. So zumindest sieht es der Rechtswissenschaftler Rolf Stürner - auch und gerade in der Eurokrise.
Diese Meinung vertritt er nicht nur in seinem Vortrag, den er auf dem deutschen Akademientag am 18.06.2012 gehalten hat, sondern auch in zahlreichen Publikationen. Seine Bücher und Zeitschriftenartikel sind in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Polnisch, Chinesisch und Japanisch erschienen. Er befasst sich vor allem mit Finanzprodukten, sowie dem Insolvenz- und Sachenrecht.
Scharfe Zunge, kühler Kopf
Rolf Stürner ist 1943 in Stuttgart geboren und hat in Tübingen Rechtswissenschaften, Geschichte und Romanistik studiert. Stürner promovierte 1968 und wurde 1972 habilitiert. Seit 1981 ist er Professorenrichter an den Oberlandesgerichten Stuttgart und Karlsruhe. Außerdem wirkt er als ordentlicher Professor an der Universität Freiburg. Im Ausland lehrte er an der Universität Genf, der Harvard Law School und im japanischen Nagoya. Stürner gilt als scharfe Zunge mit kühlem Kopf, da er wichtige Institutionen und Personen in Finanzwelt wie Politik wegen der Deregulierung der Märkte unmittelbar angreift. Sein bekanntestes Buch trägt den Titel "Markt und Wettbewerb über alles?"
Sein heutiger Vortrag lautet: "Recht und Markt - Gefährdung der Vermögensordnung durch private Spekulation und staatliche Überschuldung“ aus unserer Reihe "Recht und Willkür“.