Freitag, 24. Mai 2013

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Rechtsextremismus Jugendschutz im Netz  

Webschau mit Michael Gessat

Ein Junge liegt in seinem Bett und betrachtet den Bildschirm eines Laptop.
Eltern wissen nicht immer, wann ihre Kinder online sind und auf welchen Seiten sie surfen. (picture alliance | dpa | Patrick Pleul)

Jugendschutz.net stellt den Bericht "Rechtsextremismus online" vor.

Mit einem richtig gut gemachten Clip bei Youtube kann man heutzutage im Extremfall reich und berühmt werden – am Besten stehen die Chancen natürlich im Bereich der populären Unterhaltungsmusik. Aber der virale Effekt im Netz, das lawinenartige Anwachsen von ein paar Hundert auf Hunderttausend oder sogar Millionen "Views“ – der ist natürlich auch für ganz andere Genres höchst interessant: zum Beispiel für Rechtsextreme.

Jahresbericht "Rechtsextremismus online"

Am 11. Juli 2012 wurde in Berlin der Jahresbericht "Rechtsextremismus online“ vorgestellt, herausgegeben von Jugendschutz.net, der länderübergreifenden Stelle für Jugendschutz im Internet. Die wesentlichen Erkenntnisse finden sich auch schon in der Überschrift der Zusammenfassung für die Presse: "Neonazis im Netz: subversiv, provokant, immer radikaler – Mehr strafbare Inhalte im Social Web – Emotionale Themen als Köder – Reichweite im Web 2.0 über Szene hinaus – Größeres Engagement von Plattformbetreibern gefordert.“

Manche Tatbestände hierzulande strafbar, aber nicht im Ausland

Vor allem bei den "Global Playern“ sieht Jugendschutz.net hier noch Handlungsbedarf – Youtube verhindere etwa nicht den erneuten Upload bemängelter Inhalte, und Facebook suche nicht aktiv nach unzulässigen Postings, kritisiert der Bericht. Juristisch kompliziert wird die Sache dadurch, dass manche der in diesem Zusammenhang relevanten Tatbestände wie die "Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ zwar hierzulande strafbar sind, aber nicht in den USA – die sogenannten "Aufrufe zu Hass und Gewalt“ sind auch nach den Richtlinien aller relevanten Social Networks verboten.

Videokampagne soll Blick schärfen

Die wahre Absicht rechtsextremer Webseiten oder Youtube-Clips sei oft gar nicht ohne Weiteres zu erkennen, stellen die Jugendschützer fest – eine Videokampagne soll gerade auch bei Erziehungsberechtigten den Blick dafür schärfen, ob ihre Kinder beim Surfen im Netz "brauner Soße“ ausgesetzt sind.



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