Mittwoch, 19. Juni 2013

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Recycling Goldgrube Mülldeponie  

Ressourcenmanager Stefan Gäth über den Profit, den man aus Abfallbergen schlagen kann

Ein alter, verbeulter und rostiger Kontainer mit der Aufschrift "Nur Blechschrott", davor ein alter Stuhl von dem der Lack abblättert.
Metalle sind ein begehrter Rohstoff - und landen doch oft einfach auf der Mülldeponie. (copyriot | Flickr | CC BY 2.0)

Düngemittel, Metalle, Seltene Erden: Das alles kann noch aus der Deponie herausgeholt werden. Denn im Abfall stecken jede Menge Rohstoffe. Wenn die Preise weiter steigen, könnte das Graben im Müll ein lukratives Geschäft werden.

In Deutschland werden derzeit 60 Müllhalden zu Testzwecken angebohrt. Dadurch können Wissenschaftler mehr über die Zusammensetzung des Abfalls erfahren. Denn die Mülldeponien sind im wahrsten Sinne Goldgruben: Neben Phosphaten, aus denen man Düngemittel herstellen kann, findet man dort auch jede Menge Metalle, aber auch seltene Erden.

Je knapper die Rohstoffe, desto wertvoller der Müll

Je knapper diese Rohstoffe auf dem Weltmarkt werden, desto findiger sind die Forscher, Ideen für ein Recycling aus Mülldeponien zu entwickeln. Im Zusammenhang mit den Mülldeponien wird es Landfill Mining genannt. Stefan Gäth, Professor an der Universität Gießen, meint, dass es in 15 bis 25 Jahren rentabel sein könnte. Denn klar ist: Je stärker Rohstoffpreise steigen, desto attraktiver wird Landfill Mining.



Mehr bei DRadio Wissen:

Polen: Warschau erstickt im Müll
Elisabeth Lehmann über Müllentsorgung in Polen
(Globus vom 21.09.2011)

Abfallstatistik: Neue Webseite für den Müll
Die Statistikerin Katharina Schüller hat sich die neue Webseite zur Europäischen Abfallstatistik von Eurostat zu Gemüte geführt
(Agenda vom 11.10.2012)

Weitere Informationen:

Wertvolle Rohstoffe: Goldrausch auf der Müllhalde
(sueddeutsche.de vom 08.10.2012)

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