Reiseführer Vom Jacobsbuch bis Nearest Wiki
Nico Rau erzählt die Kulturgeschichte des Reiseführers.
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- Der Reiseführer macht die Welt etwas weniger einsam und führt Touristen überall hin. (-AX- | flickr | CC BY-NC 2.0)
Reiseliteratur gab es schon im Mittelalter. Auf Latein, natürlich. So blieb der Inhalt ganz selbstverständlich eine Sammlung von Geheimtipps. Mit dem Massentourismus hat sich das Genre verändert. Und heute steht es vor der digitalen Wende.
Der gute alte Reiseführer ist immer noch beliebt: 2011 wurde deutlich mehr Reiseliteratur verkauft, als in den Jahren zuvor.
Routen und Tipps
Wer sich vor dem Urlaub die passende Reiselektüre kaufen möchte, steht vor der Qual der Wahl: Ganz klassisch mit Restaurant-Empfehlungen und den besten Übernachtungsmöglichkeiten, oder lieber ein Survivalguide, der erklärt, wie man Heuschrecken zubereitet? Oder besser doch eine App fürs Smartphone?
Handwagen oder Hosentasche
So unübersichtlich der Markt heute ist, so übersichtlich hat die Geschichte des Reiseführers begonnen. Medienwissenschaftlerin Susanne Müller sagt zu den Anfängen: "Die Bücher waren wahnsinnig lang, bis zu 15 Bände mit vielen Tausend Seiten - also man hätte die gar nicht mitnehmen können, da hätte man einen Handwagen gebraucht."