Sonntag, 19. Mai 2013

Hörsaal /

Religion und Geschlecht Zum Verhältnis von Religion und Geschlecht  

Christina von Braun spricht über "Die Funktion von Geschlecht in fundamentalistischen Bewegungen".

Die Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun.
Die Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun. (picture alliance / dpa | Horst Galuschka)

Trotz Gemeinsamkeiten von Judentum, Christentum und Islam gibt es gerade in Bezug auf das Geschlecht Unterschiede.

Die Kulturwissenschaftlerin Christina von Braun hielt im Rahmen der Ringvorlesung des Exzellenzclusters "Religion und Politik" am 17. Januar 2012 den Vortrag über "Die Funktion von Geschlecht in fundamentalistischen Bewegungen".

Traditionelle Rollenverteilung

In den drei Buchreligionen Judentum, Islam und Christentum pflegen fundamentalistische Bewegungen eine konservative Einstellung zum Verhältnis von Mann und Frau. Sie "ähneln sich häufig in ihrer traditionellen Haltung zum Geschlechterverhältnis“, sagt Christina von Braun.

Die Professorin hat etwa fünfzig Filmdokumentationen und Fernsehspiele zu kulturhistorischen Themen angefertigt. Hinzu kommen zahlreiche Bücher und Aufsätze zum Wechselspiel von Geistesgeschichte und Körpergeschichte. Ganz besonders befasst sie sich mit Gender, Medien, Religion, Moderne, Säkularisierung und der Geschichte des Antisemitismus.

Expertin für Gender Studies

Christina von Braun ist 1944 in Rom geboren und hat sowohl in den USA als auch Deutschland studiert. 2009 gründete sie das "Kollegium Jüdische Studien“ an der Humboldt-Universität, deren Leiterin sie auch ist. Von 1996 bis 2002 leitete sie an der Humboldt-Universität den Studiengang "Gender Studies“.



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