Rentiere Das Geheimnis der roten Nase
Mario Ludwig über ein endlich gelüftetes Weihnachtsgeheimnis
-
- Vom Stigma zum Vorteil: Rudolphs rote Nase (Dan Machold | Flickr | cc by-nc-sa 2.0)
Was nach einem Schnupfen oder zu viel Glühwein aussieht, hat tatsächlich physiologische Ursachen. Außenseiter Rudolph ist das perfekte Rentier.
Norwegische und niederländische Wissenschaftler gingen dem Gehemnis der roten Rentiernase auf den Grund. Dafür benutzten sie sogenannte Vital Video-Mikroskope. Sie untersuchten die Nasen von fünf gesunden Menschen, die eines Patienten mit gutartigem Nasengeschwür sowie die zweier Rentiere. Das Ergebnis: Hinter der roten Rentiernase steckt ein fein verzweigtes Blutgefäßsystem sowie ein besonders hoher Anteil roter Blutkörperchen.
Kühler Kopf für schnelle Schlitten
So wird einerseits das Gehirn der Tiere gekühlt, andererseits sind sie auch bei klirrender Kälte sehr belastbar. Deshalb ist Rudolph das perfekte Zugtier für den unvorstellbar schnellen Schlitten des Santa Claus. Die Forscher widerlegten so übrigens eine These des norwegischen Biologen Odd Halvorsen, der die Farbe 1986 auf die spezielle Zusammensetzung einer Bakterienfauna zurückführte.