Rettungsingenieur Die Katastrophen-Spezialisten
Martin Schütz und Vanessa Dähn nehmen einen seltenen Studiengang unter die Lupe
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- Beim Einsturz des Kölner Stadtarchivs beobachtet ein Mitarbeiter des THW die Unglücksstelle. (Pressebild THW)
Katastrophen wie die Überschwemmungen an der Oder und das Zugunglück von Eschede haben Rettungskräfte vor neue Herausforderungen gestellt. Denn unterschiedlichste Organisationen wie Technisches Hilfswerk, Rotes Kreuz und Berufsfeuerwehren müssen untereinander koordiniert werden.
Damit die Einsätze effizient ablaufen, bedarf es einer genauen Planung und viel Sachkenntnis. Seit einigen Jahren übernehmen Rettungsingenieure diese Aufgaben. Sie erstellen bei Feuerwehren, Kommunen oder Ministerien Pläne, damit Rettungskräfte sowohl Blaulichteinsätze wie Feuer und Unfallversorgung abdecken, gleichzeitig aber auch im Katastrophenfall schnell und zielgerichtet eingesetzt werden können.
Nicht nur Erste Hilfe
Damit es gar nicht erst zum Ernstfall kommt, kümmern sich Rettungsingenieure aber beispielsweie auch um Arbeitsschutz und die Sicherung von Industrieanlagen. Bislang wird der Studiengang nur an zwei Hochschulen in Deutschland angeboten: An der Fachhochschule in Köln und an der Hochschule für Angwandte Wissenschaften Hamburg.
Susanne Görg studiert im vierten Semester Rettungsingenieurwesen an der Kölner Fachhochschule. Zu den theoretischen Aspekten des Studiums kann sie eine Menge praktischer Erfahrung beisteuern, schließlich arbeitet sie seit Jahren als Rettungssanitäterin. Und weil nicht nur Rettungssanitäter schnell und unkompliziert Hilfe leisten müssen, sondern eigentlich jeder im Notfall wissen sollte, was zu tun ist, hat DRadio Wissen Reporterin Vanessa Dähn ihr Wissen in einem Erste Hilfe-Kurs aufgefrischt.
Alle Berichte, Interviews und Reportagen zum Studiengang Rettungsingenieur können Sie am 26. Mai um 9 Uhr in der Sendung Mein Studium hören.