Donnerstag, 23. Mai 2013

Netzreporter /

Robotik Unheimliche Androiden  

Tobias Lenartz über humanoide Roboter und das Verhältnis zum Menschen

Weiblicher Android mit sehr menschlichen Gesichtszügen.
Je menschlicher Roboter aussehen, desto suspekter sind sie uns... (Aaron Webb | flickr | cc by-nc-sa 2.0)

Was unser Unbehagen vor Androiden mit dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney zu tun hat

Ein Juwelendieb im Rentenalter bekommt von seinem Sohn einen Roboter geschenkt. Der soll sich um dessen verwahrlosten Haushalt kümmern. Die Geschichte der amerikanischen Komödie Robot and Frank könnte nicht mehr allzu lange Science-Fiction bleiben. Denn Robotiker in Japan oder den USA tüfteln bereits eine ganze Weile an technologischen Haushaltshilfen für Senioren. 

Humanoide Automaten und das Grauen

Auf dem Weg zur hilfreichen Koexistenz von Mensch und Roboter sind allerdings nicht nur diverse technische Hürden zu bewältigen. Schließlich ist das Verhältnis von Mensch und Android traditionell abgründiges Gelände. Sind uns abstrakt humanoide Roboter ziemlich sympathisch, packt uns bei humanoiden Automaten oft eher das Grauen.

Das Phänomen des Uncanny Valley wurde vom japanischen Robotiker Masahiro Mori bereits 1970 beschrieben. Seither gilt es nicht nur als Stolperstein und Absturzursache für Roboterdesign, Computerspielproduzenten oder Motion Capture Animationsfilme - wie Spielbergs "Tim und Struppi" im letzten Jahr. Laut dem rennomierten amerikanischen Magazins The Atlantic erklärt es auch die eigenartige Außenwirkung des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney.

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