Rohstoff Sojaboom in Argentinien
Julio Segador über Argentiniens Sojaboom und die fatalen Folgen.
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- Ein Porträt der argentinischen Präsidentin Cristina Kirchner in ein Sojafeld gezeichnet (picture-alliance/ dpa | epa Pereira/Diario Uno)
In Argentiniens Nordprovinz Chaco boomt die Sojazucht - zu Lasten der dort lebenden Toba-Indios. Für neue Anbauflächen müssen Jahrhunderte alte Wälder weichen - und die Ureinwohner selbst.
Dort, wo noch vor einigen Jahren Regen- und Buschwald die Landschaft beherrschten, wird inzwischen Soja angebaut, so weit das Auge reicht. Vereinzelt sind noch Baumreihen aus Quebracho zu sehen, die die flachen Felder unterbrechen, ein Alibi für etwas, was einmal war, für etwas, was gnadenlos gerodet wurde.
Argentinien ist der drittgrößte Sojaproduzent der Welt. Die Pflanze ist neben Fleisch das wichtigste Exportgut des Landes. Die hohen Weltmarktpreise sichern dem Staat wichtige Einnahmen. Die Anbauflächen werden immer weiter vergrößert.
Die Indios, die zum Teil seit Jahrhunderten in den Gebieten wohnen, werden vertrieben. Denn sie haben weder Besitzurkunden noch Fürsprecher in den Verwaltungen.
Den gesamten Bericht "Argentiniens Sojaboom treibt Indios ins Elend" von Julio Segador können Sie im Online-Angebot der DLF-Sendung Umwelt und Verbraucher nachlesen und -hören.