Rohstoffe Vergiftete Zukunft
Leonie March über die größte Kupferhütte Afrikas
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- Kupferminenarbeiter in Lusaka, Sambia. (bypassedblog | Flickr CC BY-NC 2.0)
Auf Kupfer kann heute kaum eine Industrie oder Technologie verzichten. Nie war das Metall so teuer auf dem Weltmarkt - doch sein Abbau vergiftet die Umwelt in Afrikas größter Abbaustätte.
In Sambia gibt es eines der weltweit größten Kupfervorkommen, wodurch das Land zu einem der reichsten der Welt zählen könnte - denn nie zuvor war das Metall so teuer. Doch die Kupferminen sind um die Jahrtausendwende an ausländische Konzerne verkauft worden.
Armes Land
Nicht einmal fünf Prozent der Gewinne aus den Bodenschätzen fließen in die Staatskasse. Sambia gehört zu den ärmsten Ländern der Erde, über zwei Drittel der Bevölkerung leben unterhalb des Existenzminimums.
Verseuchte Luft und Böden
Die Arbeiter in der größten Küpferhütte Afrikas, der Glencore-Mine in Sambia, leiden nicht nur unter den knochenharten Arbeitsbedingungen. Schwefelsäure und Schwefeldioxid vergiften Luft und Böden, die Anwohner trauen dem Trinkwasser nicht mehr. Die Zahl der Atemwegs- und Lungenerkrankungen - bis hin zu Krebs - ist drastisch gestiegen.