Donnerstag, 20. Juni 2013

Globus /

Rohstoffe Vergiftete Zukunft  

Leonie March über die größte Kupferhütte Afrikas

Kupferminenarbeiter in Lusaka, Sambia.
Kupferminenarbeiter in Lusaka, Sambia. (bypassedblog | Flickr CC BY-NC 2.0)

Auf Kupfer kann heute kaum eine Industrie oder Technologie verzichten. Nie war das Metall so teuer auf dem Weltmarkt - doch sein Abbau vergiftet die Umwelt in Afrikas größter Abbaustätte.

In Sambia gibt es eines der weltweit größten Kupfervorkommen, wodurch das Land zu einem der reichsten der Welt zählen könnte - denn nie zuvor war das Metall so teuer. Doch die Kupferminen sind um die Jahrtausendwende an ausländische Konzerne verkauft worden.

Armes Land

Nicht einmal fünf Prozent der Gewinne aus den Bodenschätzen fließen in die Staatskasse. Sambia gehört zu den ärmsten Ländern der Erde, über zwei Drittel der Bevölkerung leben unterhalb des Existenzminimums.

Verseuchte Luft und Böden

Die Arbeiter in der größten Küpferhütte Afrikas, der Glencore-Mine in Sambia, leiden nicht nur unter den knochenharten Arbeitsbedingungen. Schwefelsäure und Schwefeldioxid vergiften Luft und Böden, die Anwohner trauen dem Trinkwasser nicht mehr. Die Zahl der Atemwegs- und Lungenerkrankungen - bis hin zu Krebs - ist drastisch gestiegen.



Mehr bei DRadio Wissen:

Mongolei: Rohstoffreiches Land - arme Menschen
Eine Reportage von Ruth Kirchner
(Globus vom 12.10.2011)

Kongo: Die neuen Kolonialherren
(Globus vom 28.06.2010)

Weitere Informationen:

Gewinne auf Kosten der Kinder
Kinderarbeit im kongolesischen Bergbau
(dradio.de vom 27.10.2012)

Kupfer-Abbau in Sambia: Verätzte Zukunft für Sambias Kinder
(fr-online.de vom 28.12.2012)

Oben und unten
Die Kupferminen in Sambia werden von einem Schweizer Unternehmen ausgebeutet. Das afrikanische Land hat so gut wie nichts von seinem Rohstoffreichtum
(fluter.de vom 14.12.2012)

"Rohstoff - Das gefährlichste Geschäft der Schweiz"
(evb.ch)

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