Rollsport Skateboard und Sozialismus
Der Sportwissenschaftler Kai Reinhart über Rollbrettfahren hinter dem Eisernen Vorhang
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- Was verrät die ehemalige DDR-Skaterszene über das sozialistische System? (TomenoNaoki/ Flickr/ CC 2.0 by)
Am 16.08.2012 läuft "This Ain't California" in den Kinos an, ein Film über Jugend- und Skatekultur in der DDR. Belastbare Fakten und Zeitzeugenbericht des Films stammen aus der Dissertation von Kai Reinhart - mit seiner Arbeit hat er den Wissenschaftspreis des Olympischen Sportbundes gewonnen. Im Interview erzählt er was die frühere DDR-Skaterszene über das damalige System verrät.
Auch in der DDR gab es eine Skateboardszene - wenn auch nur eine kleine. Knapp 300 Skateboarder gab es zu DDR-Zeiten. Dabei griffen die Menschen vor allem auf Material aus dem Westen zurück. Alte Skateboards aus Westberlin wurden umgebaut. 1986 brachte der Volkseigene Betrieb (VEB) Schokoladen-Verarbeitungsmaschinen Wernigerode das DDR-eigene Board Germina Speeder heraus.
Von der Seifenkiste zum Skateboard
Doch das Brett war nicht brauchbar, nur die Achsen konnten verwendet werden. Letztlich wurde die Geschichte des Skatens in der DDR noch einmal durchlaufen. Aus allen möglichen Materialien bauten die Skater ihre Boards: alte Seifenkisten mussten dafür zum Beispiel herhalten.