Donnerstag, 20. Juni 2013

Kultur /

Schallschutz Eingeschlossene Lautstärke  

Schall-Architektur im Club "Harry Klein" in München
Schall-Architektur im Club "Harry Klein" in München (Club "Harry Klein")

Problem gibt es immer wieder: Ärger mit den Nachbarn eines Clubs oder von Kneipen. Die Lösung: Neue Architektur.

Über Schallschutzmauern wird in dicht besiedelten Stadträumen der Verkehrslärm architektonisch ausgelöscht. In großen Konzertsälen der klassischen Musik soll der Lärm möglichst draußen bleiben. Die Betreiber von Clubs allerdings möchten das laute Bass-Wummern möglichst im Inneren halten.

Das Münchner "Harry Klein" ist eine der bekanntesten Adressen für laute elektronische Musik in Deutschland. Bisher lag dieser Club auf den Optimolwerken - einer Partymeile auf einem Fabrikgelände im Münchner Süden - weitab vom dicht besiedelten Zentrum. Laute Musik bis in die Morgenstunden hat in der urbanen Peripherie niemanden gestört.

Seit Juli 2010 ist das "Harry Klein" ins Stadtzentrum gezogen. Die Nachbarn: Kanzleien, Praxen, Kinos und sogar der eine oder andere Anwohner. Um Protesten wegen Lärmbelästigung oder dem Stören der Nachtruhe aus dem Weg zu gehen, haben die Betreiber einen einzigartigen Umbau vorgenommen: Ein schalldämmender, auf Federn gelagerter Raum im Raum.

Andi Hörmann war bei der Hörprobe.

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