Schiedsrichter Wir wissen, wo Dein Auto steht
Schiedsrichter aus der Kreisklasse haben Wolf-Sören Treusch von ihrem gefährlichen Job erzählt
-
- Der Schiedsrichter als Feindbild. (Adam Burke | Flickr | cc-by-nc-sa-2.0)
Nicht nur in der Bundesliga, auch in der Kreisklasse herrscht Leistungsdruck. Hier werden die Schiris regelmäßig beleidigt und immer häufiger geschlagen. Dagegen sind die Verbände fast wehrlos.
Schiedsrichter mag ohnehin als undankbarer Job gelten. Wer weiß, dass der Verdienst in der Kreisklasse bei elf Euro pro Partie liegt, wundert sich kaum, dass es an Nachwuchs mangelt. Nicht gerade attraktiver wird der Job durch immer wieder vorkommende Bedrohungen, vor allem durch Spieler auf dem Platz. Zückt ein Schiedsrichter die Rote Karte, kann ein Fausthieb die Antwort sein.
Kein Kavaliersdelikt
Polizei und Staatsanwaltschaft gehen gegen aggressive Spieler vor. Aber auch die Vereine und Verbände überlegen sich, wie sie wieder für mehr Respekt auf dem Fußballplatz sorgen können. Beleidigungen und Angriffe auf dem Platz dürfen nicht als Kavaliersdelikt behandelt werden, sagt Volkan Alan, Schiedsrichter-Obmann beim FV Niederrhein: "Es ist eine Beleidigung, es ist eine Straftat, und genau so muss es auch behandelt werden."