Schuluniform Gechipte Schüler
Tobias Lenartz, Kooperative Berlin
Immer weniger Schüler gehen regelmäßig zur Schule. Schuleschwänzen hat mittlerweile epidemische Ausmaße angenommen. Aber auch dagegen hilft das Netz...
Die deutschen Bundesländer reagieren unterschiedlich auf die grassierende Schulmüdigkeit. In Bayern durchforsten Polizisten Fußgängerzonen, Kaufhäuser und Internetcafés nach bildungsflüchtigen Schülern. Berlin hat Internate für notorische Schulschwänzer eingerichtet. Hannoveraner Jugendrichter können mittlerweile bei besonders häufig fehlenden Schülern mit massiven familiären Problemen den Eltern das Sorgerecht in schulischen Angelegenheiten entziehen.
Arbeitslos, straffällig und drogenabhängig
Über die angemessenen Maßnahmen gehen die Meinungen auseinander. Über das Problem ist man sich weitgehend einig. Laut Expertenmeinung haben chronische Schulschwänzer ein erhöhtes Risiko zukünftig dauerhaft arbeitslos, drogenabhängig oder straffällig zu werden.
SMS statt Klassenbucheintrag
In Frankreich reagiert man mit dem Einsatz moderner Kommunikationsmittel auf die bildungspolitische Problematik. Erziehungsberechtigte werden schon seit einigen Jahren per SMS zeitnah über das Ausbleiben ihrer Schützlinge informiert. Bei fehlender Kooperation droht die Streichung des Kindergelds.
Chip in die Uniform
Doch die technologische Großoffensive gegen Schulschwänzer beginnt gerade in Südamerika. In der brasilianischen Stadt Vitória da Conquista werden säumige Schüler nun elektronisch registriert: Per Computerchip in der Schuluniform.
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