Schwangerschaft Probleme mit der Energieversorgung
Jörg Zittlau stellt neue Erkenntnisse über die Dauer der menschlichen Schwangerschaft vor
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- Wann ein Kind auf die Welt kommt, entscheidet nicht die Größe des Beckens, haben Wissenschaftler jetzt herausgefunden. (Thomas Pompernigg | flickr | CC BY-SA 2.0)
Laut amerikanischen Wissenschaftlern begrenzt der Energiehaushalt der Mutter die Dauer der Schwangerschaft und nicht die Größe des weiblichen Beckens.
Menschlicher Nachwuchs kommt auch nach mehr als neun Monaten Schwangerschaft relativ unfertig auf die Welt. Im Vergleich zu Schimpansenbabys müssten menschlichen Föten bis zu sechzehn Monate im Mutterleib heranwachsen, um einen gleichwertigen Entwicklungsstand zu erreichen.
Zu wenig Kalorien
Bisher galt die Größe des Beckens als der limitierende Faktor für die menschliche Schwangerschaftsdauer. Doch amerikanische Wissenschaftler um Holly Dunsworth, eine Anthropologin an der University of Rhode Island, stellen jetzt die Hypothese auf, dass der Körper einer schwangeren Frau ab einem bestimmten Zeitpunkt einfach nicht mehr in der Lage ist, die Energieversorgung für sich und das Kind aufrecht erhalten zu können. Bestätigt sich diese Vermutung, käme das Durchschneiden der Nabelschnur dem Kappen einer unsicheren Stromversorgung gleich.