Montag, 20. Mai 2013

Globus /

Schweden Kein kleiner Unterschied  

Agnes Bührig über Utopie und Wirklichkeit einer gleichberechtigten Erziehung in Schweden

Ein kleiner Junge und ein Mädchen spielen zusammen.
Die Kleinen sollen mit geschlechtsneutralem Personalpronomen erzogen werden. (flickr.com | swedennewyork CC BY-NC 2.0)

In vielen gesellschaftlichen Belangen macht uns Schweden was vor: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Jetzt gehen die Schweden an die Wurzel der Ungleichberechtigung: Sie ergänzen das Schwedische um geschlechtsneutrale Personalpronomen.

Die Einführung einer geschlechtergerechten Sprache wird allerdings heiß diskutiert. Ende Januar ist in Schweden mit "Kivi und die weinende Goraffe" das erste Kinderbuch in geschlechtsneutraler Sprache erschienen. Das Buch verwendet konsequent den geschlechtsneutralen Kunstbegriff "hen" - ein Kompromiss aus den Pronomen "han" (er) und "hon" (sie). Inzwischen ist der Begriff sogar in die Onlineversion der Nationalenzyklopädie aufgenommen worden.

Von Kindes Beinen an neutral

In der Kita Egalia in Stockholm nimmt man das Thema Gleichberechtigung sehr ernst. Hier lernen die Kleinen das Kunstwort "hen" zu benutzen, das geschlechtsneutral auf männliche und weibliche Lebewesen referiert. Doch es gibt nicht nur Befürworter dieser neuen Sprachregelung.



Mehr bei DRadio Wissen:

Schule: Lernen mit Rollenspielen
Miriam Arndts hat in der einzigen Rollenspielschule der Welt mitgespielt
(Meine Zukunft vom 26.09.2012)


Mehr zum Thema:

Er, sie, es oder was? Die Schweden und ihr irrer Genderplan
(kopp-verlag.de vom 18.05.2012)

Ringen um geschlechtsneutrales Pronomen
(diestandard.at vom 24.04.2012)

Debatte um geschlechtsneutrale Sprache: Schwedens "Mappas" und "Pammas"
(sueddeutsche.de vom 15.03.2012)

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