Schweden Kein kleiner Unterschied
Agnes Bührig über Utopie und Wirklichkeit einer gleichberechtigten Erziehung in Schweden
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- Die Kleinen sollen mit geschlechtsneutralem Personalpronomen erzogen werden. (flickr.com | swedennewyork CC BY-NC 2.0)
In vielen gesellschaftlichen Belangen macht uns Schweden was vor: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Jetzt gehen die Schweden an die Wurzel der Ungleichberechtigung: Sie ergänzen das Schwedische um geschlechtsneutrale Personalpronomen.
Die Einführung einer geschlechtergerechten Sprache wird allerdings heiß diskutiert. Ende Januar ist in Schweden mit "Kivi und die weinende Goraffe" das erste Kinderbuch in geschlechtsneutraler Sprache erschienen. Das Buch verwendet konsequent den geschlechtsneutralen Kunstbegriff "hen" - ein Kompromiss aus den Pronomen "han" (er) und "hon" (sie). Inzwischen ist der Begriff sogar in die Onlineversion der Nationalenzyklopädie aufgenommen worden.
Von Kindes Beinen an neutral
In der Kita Egalia in Stockholm nimmt man das Thema Gleichberechtigung sehr ernst. Hier lernen die Kleinen das Kunstwort "hen" zu benutzen, das geschlechtsneutral auf männliche und weibliche Lebewesen referiert. Doch es gibt nicht nur Befürworter dieser neuen Sprachregelung.