Selbstdarstellung Die Macht der Pose
Silke Kehl über Herrscherdarstellungen von der Antike bis heute
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- Schon Kaiser Augustus setzte sich gern in Pose - mit weitsichtigem Blick und wegweisendem Fingerzeig (Till Niermann | Wikipedia | CC BY-SA 3.0)
Die Kunst des Showing Off beherrschten schon die antiken und mittelalterlichen Könige und Kaiser.
Damals wie heute gab es offensichtlich Imageberater, denn Kaiser Augustus beispielsweise ließ sich als altersloser Herrscher portraitieren und an vielen öffentlichen Plätzen als Büste aufstellen. Otto der Große war der erste, der sich "en face" portraitieren ließ, was bis dahin lediglich Christus-Darstellungen vorbehalten war.
Medienwirksame Inszenierung
Selbstinszenierung ist heute, in Zeiten von Facebook und Image-Coaching, Talk- und Talentshows ein gesamtgesellschaftliches Thema. Nach wie vor geht es darum, ein bestimmtes Bild von sich in die Öffentlichkeit zu transportieren - Macht, Stärke und Führungswillen zu repräsentieren. Auch Angela Merkel lässt darüber wachen, von welcher Seite sie fotografiert wird - und so tun und taten es andere Politiker mit und vor ihr.