Selbstversuch "Drift" - die App zum Verlaufen
Caro Ott über einen kontrollierten Kontrollverlust
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- Auf die Perspektive kommt es an. (Jason Bouwmeester | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)
Hinterhöfe mit wilden Gärten, verschlungene Gassen mit urigen Altbauten, ein hinter dichtem Efeu verstecktes kleines Café, das den besten Espresso der Stadt macht – solche Ecken entdeckt meist zufällig.
Allerdings haben wir selten Zeit für den Zufall. Vom Büro in die Bahn und dann den schnellsten Weg nach Hause. Kaum eine Chance, dass man sich verläuft. Können wir das überhaupt noch, uns einfach treiben lassen?
Falls nicht, keine Sorge, denn es gibt ja inzwischen für alles Apps, also auch dafür. Caro Ott hat gemeinsam mit einem Freund eine App getestet, die uns dabei helfen soll, uns in bekannten Orten neu zu verlieren.
Neuer Blick auf Altbekanntes
Auf die Perspektive kommt es an: Das Hahnentor in Köln. (Caro Ott)So wird man per App-Anweisung losgeschickt: "Gehe zwei Häuserblöcke ostwärts, finde ein vertikale Fassade und fotografiere sie aus einem Blickwinkel von 90 Grad. Nicht immer kommt dabei ein so spektakuläres Bild heraus, wie diese abendliche Aufnahme der mittelalterlichen Hahnentorburg in Köln. Auf jeden Fall aber schicken die zufällig zusammengestellten Anweisungen den Ortskundigen auf eine Entdeckungsreise, die helfen kann, Unerwartetes zu finden oder einen neuen Blick auf Altbekanntes zu werfen.