Mittwoch, 22. Mai 2013

Natur /

Nahrungsmittel Einmal Qualle, bitte  

Stephanie Eichler über Quallen als Lebensmittel

Quallen in einem Aquarium in in Valencia, Spanien.
Quallen - in ihrer natürlichen Umgebung. (Stuart Chalmers | flickr.com | CC BY-NC 2.0)

95 Prozent Wasser und ein bisschen Gewebe: Forscher wollen die Qualle auch den Europäern schmackhaft machen.

Quallen – im Wasser machen wir lieber einen großen Bogen um sie – trotzdem könnten sie bald als Delikatesse auf unseren Tellern landen. In Ostasien ist der Handel mit Quallen für den Verzehr bereits ein Millionen-Geschäft, wie Studien eines Forscherteams aus den USA und Singapur belegen.

Während in der asiatischen Küche einige nicht giftige Quallen schon vor über hundert Jahren als Speise zubereitet und gegessen wurden, beginnt sich die Lebensmittelindustrie in Europa erst jetzt für die Qualle zu interessieren.

Giftig und klein

Die Quallen aus dem Mittelmeer und von der europäischen Atlantikküste, die für den Verzehr infrage kommen, sind jedoch giftig und viel kleiner als die asiatischen Tiere. Ob die Qualle in unseren Breitengraden dereinst einen kulinarischen Durchbruch feiern kann, hängt davon ab, ob ein rentables Verfahren gefunden wird, um die Quallen essbar zu machen.



Mehr bei DRadio Wissen

Meeresforschung - Quallen auf Reisen
Kieler Wissenschaftler beweisen: Die Riesenqualle Mnemiopsis leidyi in der Ostsee stammt aus Neuengland.
(Natur vom 03.08.2011)

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