Physik "Röntgenwellenfelder in Kristallen"
Vom 9. Treffen der Nobelpreisträger in Lindau am Bodensee.
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- Max von Laue war eine Koryphäe auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen-Forschung. (Deutsches Bundesarchiv | Bild 183-U0205-502 | CC BY-SA 3.0)
Er liebte schnelle Autos und Motorräder, segelte gerne, fuhr Ski. Max von Laue war eine Sportskanone mit Leidenschaft für hohe Geschwindigkeiten. Aber er war auch einer der intelligentesten und berühmtesten deutschen Physiker.
1914 erhielt Max von Laue den Nobelpreis für Physik. Er hatte entdeckt, dass Röntgenstrahlen Wellencharakter haben und Kristalle eine Gitterstruktur. Von Laue wurde von seinen Kollegen und Freunden für seine Charakterstärke geschätzt. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten trat er für Albert Einstein ein und wandte sich gegen die "Deutsche Physik".
Der neuste Stand der Kristallforschung
In seinem Vortrag aus dem Jahr 1959 erzählt er von seiner Arbeit am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, dessen Direktor er war. Von Laue berichtet vom neuesten Stand der Forschung in seinem Spezialgebiet, der Röntgenwellen- und Kristallforschung.
Der letzte Vortrag von Max von Laue
Dieser Vortrag ist, wie Max von Laue es selbst sagt, sein Schwanengesang: "Ich werde schwerlich nochmal einen Vortrag halten." So kam es tatsächlich. Das Nobelpreisträgertreffen 1959 war das letzte, an dem von Laue teilnahm, seine Begeisterung für schnelle Autos wurde dem 80-Jährigen zum Verhängnis: Am 8. April 1960 überschlug er sich auf dem Weg in sein Labor in Berlin-Dahlem mit seinem Wagen. Gut zwei Wochen später erlag er seinen Verletzungen.
(Logo: Meeting of Nobel Laureates Lindau)
Weitere Vorträge:
Max von Laue "Von Kopernikus zu Einstein" vom 25.06.1956
(Hörsaal)
Werner Heisenberg "Probleme in der Theorie der Elementarteilchen" vom 25.06.1956
(Hörsaal am 03.05.2012)