Donnerstag, 20. Juni 2013

Hörsaal /

Physik "Röntgenwellenfelder in Kristallen"  

Vom 9. Treffen der Nobelpreisträger in Lindau am Bodensee.

Ausschnitt eines Portraitfotos aus dem Jahre 1929 von dem deutschen physiker und Nobelpreisträger Max von Laue
Max von Laue war eine Koryphäe auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen-Forschung. (Deutsches Bundesarchiv | Bild 183-U0205-502 | CC BY-SA 3.0)

Er liebte schnelle Autos und Motorräder, segelte gerne, fuhr Ski. Max von Laue war eine Sportskanone mit Leidenschaft für hohe Geschwindigkeiten. Aber er war auch einer der intelligentesten und berühmtesten deutschen Physiker.

1914 erhielt Max von Laue den Nobelpreis für Physik. Er hatte entdeckt, dass Röntgenstrahlen Wellencharakter haben und Kristalle eine Gitterstruktur. Von Laue wurde von seinen Kollegen und Freunden für seine Charakterstärke geschätzt. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten trat er für Albert Einstein ein und wandte sich gegen die "Deutsche Physik".

Der neuste Stand der Kristallforschung

In seinem Vortrag aus dem Jahr 1959 erzählt er von seiner Arbeit am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, dessen Direktor er war. Von Laue berichtet vom neuesten Stand der Forschung in seinem Spezialgebiet, der Röntgenwellen- und Kristallforschung.

Der letzte Vortrag von Max von Laue

Dieser Vortrag ist, wie Max von Laue es selbst sagt, sein Schwanengesang: "Ich werde schwerlich nochmal einen Vortrag halten." So kam es tatsächlich. Das Nobelpreisträgertreffen 1959 war das letzte, an dem von Laue teilnahm, seine Begeisterung für schnelle Autos wurde dem 80-Jährigen zum Verhängnis: Am 8. April 1960 überschlug er sich auf dem Weg in sein Labor in Berlin-Dahlem mit seinem Wagen. Gut zwei Wochen später erlag er seinen Verletzungen.

 

(Logo: Meeting of Nobel Laureates Lindau)



 

Weitere Vorträge:

Max von Laue "Von Kopernikus zu Einstein" vom 25.06.1956
(Hörsaal)

Werner Heisenberg "Probleme in der Theorie der Elementarteilchen" vom 25.06.1956
(Hörsaal am 03.05.2012)



Mehr bei DRadio Wissen:

Ich bin meine Oma
Wie viele Atome in unserem Körper stammen von unseren Vorfahren?
(Hörsaal vom 29.03.2012)

Von Kopernikus zu Einstein
Raum und Zeit sind die beiden Grunddimensionen unserer Existenz.
(Hörsaal vom 26.04.2012)

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Hörsaal

Ein Karteikasten mit Buchstabenreitern

Digitale NachhaltigkeitDie Ordnungs-Macht

Wer entscheidet, was aufbewahrt wird und wer sortiert es?

Mehr …

Eine Frau kämpft sich unter Flip-Chart-Blättern hervor.

Digitale NachhaltigkeitWas es (nicht) lohnt aufzuheben

Welche Daten wollen wir für die Ewigkeit speichern – und welche nicht?

Mehr …

Woytek Czyz und Jun Haruta aus Japan während der 4x100-Meter-Staffel bei den Paralympics 2012.

Vorbilder VSportliche Idole

Sind behinderte Sportler die besseren Vorbilder?

Mehr …

David Beckham nach dem verschossenen Elfmeter im Viertelfinale der EM-2004 gegen Portugal

Vorbilder IVZwischen Entertainer und Vorbild

Politik wird es, Sport ist es schon: Entertainment. Das macht es angehenden Vorbildern schwer.

Mehr …

Im Uhrzeigersinn von oben links: Christian Wulff, Annette Schavan, Silvana Koch-Mehrin und Karl Theodor zu Guttenberg.

Vorbilder IIINiemals Politiker werden

Taugen Politiker noch als Vorbilder für junge Menschen?

Mehr …

Ein schwarzer BH liegt auf rotem Samt

Erregende LiteraturWir waren schon mal weiter

"50 Shades of Grey" ist ein erotischer Bestseller - und ganz schön verklemmt...

Mehr …