Mein Studium Sound Studies
Beiträge von Dörte Fiedler und Vanessa Dähn
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- Der Sound im Rampenlicht. (teliko82 | flickr.com | cc-by-nc)
"Mit den Ohren denken" - so lautet das Credo, das sich der Studiengang Sound Studies - Akustische Kommunikation an der Berliner Universität der Künste gegeben hat.
Die Idee eines fachübergreifenden Klang-Studiums wurde in den 1990er Jahren geboren. Es sollte ein erweiterndes Studium jenseits eines Musikstudiums sein, das aber die Musik nicht ausschließt.
2001 fanden zunächst unter der Bezeichnung "soundXchange" verschiedene Workshops statt. Darin ging es um die Frage, für was Sounds verwendet werden, welche Auswirkungen Klänge auf Räume haben oder was eigentlich die Musik vom Klang unterscheidet. Und es ging auch darum, Beschäftigungsfelder eines zukünftigen Studiengangs abzustecken.
2006 gab es dann unter dem Begriff "Sound Studies" den ersten Studenten-Jahrgang: Rundum auf Klang sensibilisierte Experten sollen für die verschiedensten Berufsfelder ausgebildet werden, etwa als Klanggestalter und -berater für Neue Medien, Werbung, Kunst, Design und Architektur.
Diese Woche stellen wir Ihnen den Studiengang Sound Studies vor - täglich um 13:30 Uhr.
Auf den Sound kommt es an - auch bei der Aufnahmeprüfung
Kyan Bayani gibt uns einen Einblick in seinen Stundenplan und Vanessa Dähn erkärt, wie der Sound zur Marke kommt.
Wie aus schwingenden Gitarrensaiten Töne werden, ist eine Wissenschaft für sich. (RozzoBianca | Flickr | CC BY-NC-SA 2.0)Der Faktencheck gibt einen ersten Überblick über den Studiengang Sound Studies. Er richtet sich hauptsächlich an Berufspraktiker ganz unterschiedlicher Fachrichtungen. Zu den Studenten gehören zum Beispiel Architekten, die neue Klangkonzepte für Räume entwickeln wollen. Um zum Studiengang zugelassen zu werden, müssen die Studenten eine Aufnahmeprüfung bestehen.
Kyan Bayani ist einer von 20 bis 30 Bewerbern, die pro Jahrgang ausgewählt werden. Im Erfahrungsbericht gibt er uns einen Einblick in seinen Studienalltag. Vanessa Dähn erklärt außerdem, wie Klangkünstler einen Sound für eine Marke entwickeln.
Hier geht es zu den Beiträgen: Auf den richtigen Ton kommt es an
Wie setzt man den "Lauf der Dinge" akustisch um?
Das Fach "Auditive Mediengestaltung" verbindet Theorie und Praxis.
Auditive Gestaltung mit der Trompete. (Jamesongravity/ Flickr/ CC BY 2.0)Die Reportage widmet sich dem Fach "Auditive Mediengestaltung", einem der Teilbereiche, die von Studierenden der Sound Studies gewählt werden können. Dabei lernen die Studenten theoretische Grundlagen kennen und setzen eigene Arbeiten um.
Eine Aufgabe der Studenten in diesem Semester war es zum Beispiel, eine auditive Umsetzung für das Werk "Der Lauf der Dinge" der Schweizer Medienkünstler Peter Fischli und David Weiss zu gestalten.
Hier geht es zur Reportage:
Wie setzt man den "Lauf der Dinge" akustisch um?
Klanganthropologie trifft Klangexperiment
Die Medientheoretikerin Sabine Sanio über die Voraussetzungen, die man für die Sound Studies mitbringen sollte
Einfach mal zuhören. (Kali187/ Flickr/ CC 2.0 by-nc)Professorin Sabine Sanio unterrichtet an der Universität der Künste in Berlin das Fachgebiet "Theorie und Geschichte auditiver Kultur". Welche Fähigkeiten Studieninteressierte mitbringen sollen und welchen Stellenwert theoretische Inhalte im Studium haben, erklärt Sabine Sanio im Gespräch.
Der Masterstudiengang Sound Studies / Akustische Kommunikation an der Universität der Künste dauert vier Semester. In dieser Zeit werden die Studenten in vier Fächern unterrichtet: Klanganthropologie und Klangökologie, Experimentelle Klanggestaltung, Auditive Mediengestaltung und Akustische Konzeption.
Hier geht es zum Gespräch:
Klanganthropologie trifft Klangexperiment
"Und was machst du dann damit?"
Der Musikwissenschaftler und Informatiker Martin Supper über die Berufsaussichten als Absolvent der Sound Studies
Wie klingt´s? (Flickr CC/ vancouverfilmschool )Am Freitag (18.05.) gibt Prof. Dr. Martin Supper, Leiter des Studios für Elektroakustische Musik und Klangkunst an der Universität der Künste Berlin, einen Einblick in Verdienstmöglichkeiten und Arbeitsfelder.
Viele Studenten der Sound Studies sind schon berufstätig und nutzen das Studium, um ihrem Arbeitsfeld neue Impulse zu geben. Zu ihnen gehören Architekten, DJs, Ausstellungsmacher, Game Designer, Philosophen oder Software-Entwickler.
Außerdem hat Dörte Fiedler zwei Absolventen des Studiengangs getroffen, die ein Unternehmen in Berlin gegründet haben und sich "Klanggestalter" und "Klangszenographen" nennen.
Hier geht es zum Beitrag: "Und was machst du dann damit?"
Die Sound Studies im Überblick
Was ein Sound... (Netzwerk Neue Musik/ Astrid Karger)Am Samstag (19.05.) können Sie in der Sendung „Mein Studium" ab 9:05 Uhr noch einmal alle Beiträge zu den Sound Studies nachhören.
Außerdem gibt DRadio Wissen-Autorin Dörte Fiedler weitere Einblicke in das Fach.