Mein Studium Gerontologie
Vorgestellt von Katharina Damwerth und Vanessa Dähn
Der demografische Wandel ist in aller Munde, denn niedrige Geburtenraten und eine höhere Lebenserwartung lassen unsere Gesellschaft immer älter werden. Bis zum Jahr 2050 wird sich die Zahl der über 80-Jährigen in Deutschland verdreifachen – so die Prognose. "Gerontologie", die Wissenschaft vom Altern, ist daher ein Studiengang mit Zukunft. Trotzdem ist die Universität Vechta bisher die einzige Hochschule in Deutschland, die einen solchen Bachelorstudiengang anbietet.
Der demografische Wandel in unserer Gesellschaft ist nur ein Aspekt des Gerontologiestudiums. Die Studierenden beschäftigen sich mit allen Bereichen, die mit dem Altern zusammenhängen: Wie kann das Leben im Alter gestaltet werden? Welche Angebote brauchen ältere Menschen? Wie können wir uns gesund halten und vor Krankheiten schützen? Medizinische und pflegerische Aspekte spielen also ebenso eine Rolle wie ökonomische und sozialpolitische Fragen.
Über den Studienalltag der jungen Alternsforscher, die Berufschancen der Absolventen und natürlich über das Altern selbst berichten wir in dieser Woche in "Mein Studium – Gerontologie".
Faktencheck und Erfahrungsbericht
Altersforschung - hier die Suche nach Demenz-Therapien. (picture alliance / dpa | Bernd Wüstneck)Über die wichtigsten Fakten rund um das Studium informiert der Faktencheck. Außerdem erzählt der Gerontologiestudent Michael von seinen persönlichen Erfahrungen. Vanessa Dähn analysiert die verschiedenen Bilder, die wir uns vom Alter machen.
Zum Bericht: Studieren für den demografischen Wandel
Die Reportage
Ein gesundes und ein krankes Gehirn gegenübergestellt. (picture alliance / dpa | Lutz Kracht/MPI)Bei Demenz- und Parkinsonkranken, aber auch bei gesunden Menschen können im Alter Veränderungen an den kognitiven und emotionalen Funktionen auftreten, zum Beispiel in Form von Sprach-, Bewegungsproblemen oder durch eine Einschränkung des Kurzzeitgedächtnisses.
Ann-Kristin und Christophe, zwei Gerontologie-Studenten der Universität Vechta, arbeiten als Hilfskräfte am CeNDI, dem "Center für Neuropsychologische Diagnostik und Intervention". Dort helfen sie bei der Erforschung dieser kognitiven Änderungen und suchen nach Wegen, ihnen entgegenzuwirken.
Zur Reportage : Gegen den geistigen Verfall
Das Interview
Zwei Altenheimbewohnerinnen beim Rechensport. (picture-alliance/ ZB | Waltraud Grubitzsch)Sport ist eines der besten Mittel, um gesund und fit zu bleiben. Eine Teildisziplin der Gerontologie ist daher die Sport- und Bewegungsgerontologie, die als Masterstudiengang an der Deutschen Sporthochschule Köln angeboten wird. Über die Besonderheiten des Studiums dort und die Bedeutung von Sport im Alter sprechen wir mit Katja Stöver von der DSHS Köln.
Zum Interview: Mit Bewegung fit bleiben
Die Berufsaussichten
Wissenschaftler werten Daten einer Pilotstudie zum Einsatz von Wii-Spielen im Altenheim aus. (picture alliance / ZB | Waltraud Grubitzsch)Auf dem Arbeitsmarkt gehören Gerontologen noch zu den Paradiesvögeln. In den seltensten Fällen findet man Stellen, die explizit Bewerber mit einem solchen Abschluss suchen. In der Theorie gibt es für sie jedoch die unterschiedlichsten Arbeitsfelder: von der Leitung eines Pflegeheims bis hin zur kommunalen Altenhilfeplanung. Wir berichten über die Perspektiven und die Verdienstmöglichkeiten. Außerdem begleiten wir eine Absolventin, die sich direkt nach Abschluss ihres Studiums selbstständig gemacht hat und nun eine Beratungsstelle für Senioren, Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige leitet.
Zum Bericht: Job mit Zukunft
Das Fach im Überblick
Gerontologen wollen das Leben im Alter lebenswerter machen. (picture alliance / ZB | Patrick Pleul)Alle wichtigen Informationen rund um das Studium der Gerontologie und den späteren Beruf liefert die Autorin Katharina Damwerth im Gespräch.
Zum Bericht: Das Studium der Gerontologie