Mittwoch, 19. Juni 2013

Agenda /

Energie Engpässe bei der Energiewende  

Udo Sieverding von der Verbraucherzentrale NRW im Gespräch über das politische Gezänk um neue, konventionelle Kraftwerke.

Rauch und Dampf steigt am Donnerstag (07.12.2011) aus den Kühltürmen und Schornsteinen des RWE-Braunkohlekraftwerks Frimmersdorf bei Grevenbroich.
Das RWE-Braunkohlekraftwerk Frimmersdorf bei Grevenbroich. (dpa | picture-alliance | Oliver Berg )

Atomkraftwerke sind Vergangenheit in Deutschland. Die erneuerbaren Energien wachsen zu langsam und neue, konventionelle Kraftwerke sind zu teuer, wenn sie nicht auf Volllast fahren dürfen - Deutschland im Engpass.

Die Energiewende in Deutschland kommt nur schleppend voran. Damit ist nicht der Ausbau der Erneuerbaren gemeint, der offenbar besser als gedacht vorankommt. Entscheidend ist, ob es gelingt, das Rückgrat der Energiewende zu stärken: Dieses Rückgrat stellen konventionelle Kraftwerke, die eine stabile Grundlastversorgung gewährleisten können, also Gas- und Kohlekraftwerke.

Neubau lohnt nicht

Das Problem ist betriebswirtschaftlicher Natur: Der Bau neuer Gaskraftwerke lohnt nur, wenn Investoren mit einer angemessenen Betriebslaufzeit pro Jahr rechnen können - die ist aber nicht mehr gewährleistet, da zunehmend auf erneuerbare Energien gesetzt werden soll.

Engpass bis 2030

Die Energiekonzerne halten sich zurück mit neuen Investitionen, die Politik will aber zunehmend saubere Energien vorzeigen können. Dieser Disput könnte teuer werden. Untersuchungen reden von 18 Milliarden Euro, die den Steuerzahler ein möglicher Engpass bis 2030 kosten könnte.



Mehr bei DRadio Wissen:

Energiewende: Postfossil mit erneuerbaren Energien
Deutschland setzt auf erneuerbare Energien. Wie gut das gelingt, überprüfen die Volontäre von Deutschlandradio. Über eine Recherchereise.
(Redaktionskonferenz vom 28.04.2012)

Energie: Strom von der Kommune
Die Stromversorgung soll vielerorts wieder zurück in kommunale Hand gehen. Ein Gespräch mit Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen.
(Agenda vom 11.04.2012)

Weitere Informationen:

Strommarkt langfristig vor großen Herausforderungen
(Energiewirtschaftliches Institut an der Universität Köln, PDF)

Investitionen: 60 Milliarden Euro für neue Kraftwerke
(manager-magazin.de vom 23.04.2012)

 

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