Dienstag, 18. Juni 2013

Globus /

Nation-Building Aus Osttimor wird ein Staat  

Jochen Faget über die Staatenwerdung Osttimors nach zehn Jahren der Unabhängigkeit.

Männer in Dili, der Hauptstadt Osttimors, halten die Nationalflagge hoch.
Männer in Dili, der Hauptstadt Osttimors, halten die Nationalflagge hoch. (picture-alliance/ dpa | epa Lusa Manuel De Almeida)

Als Osttimor sich vor zehn Jahren als erster Staat im 21. Jahrhundert für unabhängig erklärte, gab es nicht wenige, die an der Lebensfähigkeit dieses Staates zweifelten. Inzwischen behauptet sich Asiens jüngster Staat ganz gut.

Am 16. April 2012 fand die Stichwahl um die Präsidentschaft ganz ohne Unruhen und Gewalt statt. Am 20. Mai übergibt der scheidende Präsident José Ramon-Hortas seinem Nachfolger Taur Matan Ruak die Amtsgeschäfte, dem ehemaligen Oberbefehlshaber der Streitkräfte.

Der nächste demokratische Akt wird am 7. Juli mit den Parlamentswahlen vollzogen - alles scheint ganz ohne Zwischenfälle vonstatten zu gehen. Das war nicht immer so.

Unruhige Vergangenheit

Erst 400 Jahre portugiesische Kolonie, dann von Indonesien besetzt: Osttimor hat eine bewegte Geschichte. Der blutige Freiheitskampf mit etwa 200.000 Toten mündete vor zehn Jahren schließlich in die Unabhängigkeit. Seither hat das Land einige Krisen durchlaufen und die internationale Gemeinschaft um Hilfe gerufen. 2006 schrammte es durch die Meuterei von Militärs und regionale Konflikte knapp am Chaos vorbei, die letzten Wahlen vor fünf Jahren wurden von gewaltsamen Übergriffen gestört.



Mehr bei DRadio Wissen:

Politik: Diktatoren im Ruhestand
Bericht von Oliver Ramme
(Agenda vom 08.02.2011)

CPLP: Der portugiesische Klub
Die Gemeinschaft portugiesischsprachiger Länder (CPLP) war lange Zeit ein relativ unbekanntes Bündnis.
(Agenda vom 23.07.2010)

Weitere Informationen:

Präsidentenwahl in Osttimor: Ramos-Horta gesteht Niederlage ein
(stern.de vom 19.03.2012)

 

 

Zum Kommentieren bitte registrieren oder anmelden.

Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare

Wenn Sie Verstöße gegen unsere Kommentar-Regeln feststellen, informieren Sie bitte die Forenadministration per E-Mail.

Beitrag hören

Für dieses Element wird eine aktuelle Version des Flash Players benötigt.

Globus

Indische Frauen haben sich in der Gulabi Gang zusammengeschlossen, sie tragen pinkfarbene Saris und tragen Bambusstöcke bei sich, um sich gegen gewalttätige Männer zu wehren. (Foto Juni 2013 Nicole Scherschun | Leila Knüppel)

IndienMit dem Schlagstock unterm Sari

Sie nennen sich "Gulabi Gang", bewaffnen sich mit Holzknüppeln und kämpfen für ihre Rechte.

Mehr …

Ein Kind spielt an einer Pumpe und pumpt Wasser in einen Eimer

TrinkwasserEffizient und günstig

Ein neuer Filter soll Menschen in Entwicklungsländern künftig Zugang zu sauberem Wasser bieten.

Mehr …

Das Bild zeigt zwei Kinder in Tansania.

NigeriaSchulbildung - Fehlanzeige

Mehr als 10 Millionen Kinder gehen in Nigeria nicht zur Schule.

Mehr …