Simbabwe Steuerfinanzierte Aids-Behandlung
Jörg Poppendieck über die Aids-Steuer und ihre Verwendung
-
- 1,2 Millionen Menschen leiden in Simbabwe an Aids. (flickr.com | Sokwanele - Zimbabwe CC BY-NC-SA 2.0)
Eigentlich eine gute Idee: Die Erwerbstätigen zahlen in eine gemeinsame Kasse, aus der die Behandlung der 1,2 Millionen an Aids erkrankten Menschen in Simbabwe bezahlt wird. Aber nur die Hälfte fließt in Medikamente und Behandlung.
Jeder Steuerzahler in Simbabwe zahlt eine sogenannte Aids-Abgabe, das sind 3 Prozent des Einkommens. Damit sollen die lebensrettenden Medikamente für die 1,2 Millionen Simbabwer, die mit dem HI-Virus leben, bezahlt werden.
Zu wenig kommt bei den Kranken an
Eine gute Idee, doch bei der Umsetzung hakt es: Anti-retrovirale Medikamente sind in einigen Regionen nicht erhältlich. Und lediglich 50 Prozent der Einnahmen fließen in die medizinische Behandlung, der Rest geht in die Verwaltung, in Lobbyarbeit oder in den allgemeinen Haushalt. Deshalb gibt es auch Proteste gegen den Nationalen Aidsrat von Simbabwe.