Donnerstag, 23. Mai 2013

Globus /

Simbabwe Steuerfinanzierte Aids-Behandlung  

Jörg Poppendieck über die Aids-Steuer und ihre Verwendung

Ein Mann leidet an Aids in einem fortgeschrittenen Stadium.
1,2 Millionen Menschen leiden in Simbabwe an Aids. (flickr.com | Sokwanele - Zimbabwe CC BY-NC-SA 2.0)

Eigentlich eine gute Idee: Die Erwerbstätigen zahlen in eine gemeinsame Kasse, aus der die Behandlung der 1,2 Millionen an Aids erkrankten Menschen in Simbabwe bezahlt wird. Aber nur die Hälfte fließt in Medikamente und Behandlung.

Jeder Steuerzahler in Simbabwe zahlt eine sogenannte Aids-Abgabe, das sind 3 Prozent des Einkommens. Damit sollen die lebensrettenden Medikamente für die 1,2 Millionen Simbabwer, die mit dem HI-Virus leben, bezahlt werden.

Zu wenig kommt bei den Kranken an

Eine gute Idee, doch bei der Umsetzung hakt es: Anti-retrovirale Medikamente sind in einigen Regionen nicht erhältlich. Und lediglich 50 Prozent der Einnahmen fließen in die medizinische Behandlung, der Rest geht in die Verwaltung, in Lobbyarbeit oder in den allgemeinen Haushalt. Deshalb gibt es auch Proteste gegen den Nationalen Aidsrat von Simbabwe.



Mehr bei DRadio Wissen:

Aids: Sicher fühlen
Während auf der Weltaids-Konferenz vom Ende der Krankheit die Rede ist, infizieren sich jedes Jahr immer noch 2,5 Millionen Menschen mit HIV.
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Kenia: Mit dem Messer Leben retten
Antje Diekhans über die Beschneidung als Mittel gegen eine HIV-Infektion.
(Globus vom 27.07.2012)

Aids: Pandemie und Volkswirtschaft
In Afrika sind besonders Menschen im besten Arbeitsalter von Aids betroffen, in Ländern wie Südafrika, Simbabwe, Mosambik und Botswana fällt jeder dritte Arbeitnehmer der Krankheit zum Opfer.
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