Sonntag, 19. Mai 2013

Agenda /

Social TV Rundblick auf die Rundshow  

Webschau mit Andreas Noll

Im Bademantel. Von links: Co-Moderator Daniel Fiene und Moderator Richard Gutjahr
Im Bademantel. Daniel Fiene (links) und Richard Gutjahr. (Bayerische Rundfunk)

Das Bayerische Fernsehen versucht sich an einer Sendung, die das Netz ernst nimmt.

Eine Sendung, für die die User im Netz genauso wichtig ist wie für die Zuschauer vor der Glotze. Dieses Ziel hat sich die Rundshow gesetzt - eine neue Sendung des Bayerischen Rundfunks.

Sendungen, die mit User-Feedback im Netz arbeiten, gab es schon einige. Die Rundshow geht aber einen Schritt weiter. Es werden nicht nur Tweets und Facebook-Einträge vorgelesen, sondern Internet-Nutzer auch per Live-Bild in die Sendung geschaltet. Das funktioniert über Hangout – der Videokonferenz-Software von Google. Sueddeutsche.de kritisiert allerdings die Tonqualität dieser Zuschaltungen. 

Occupy und Facebook

Zu den Inhalten: In der ersten Sendung ging es um die Occupy-Proteste, die vor einem Jahr begannen. In der zweiten Sendung um Facebook. Zu Gast war Max Schrems, ein Jura-Student, der auf den problematischen Umgang von Facebook mit dem Thema Datenschutz aufmerksam macht. 

Die Rundshow setzt auf bekannte Netz-Gesichter. Moderiert wird die Sendung vom Blogger Richard Gutjahr und dem Radiomann Daniel Fiene. Thomas Knüwer, Blogger von indiskretionehrensache, lieferte am Dienstag via Smartphone einen Spielbericht vom Skandalspiel Fortuna Düsseldorf gegen Hertha BSC Berlin. Mario Sixtus machte sich Gedanken über die Zeit nach Facebook.

Kritik an der Umsetzung

Zu den Reaktionen:  Bei Twitter war die Rundshow noch während der ersten Sendung trending topic. Und auch auf der Seite zur Sendung wird lebhaft diskutiert. Gut zwei Dutzend Kommentare kamen zum Beispiel zum Tagesthema Facebook zusammen. Einzelne Stimmen weisen darauf hin, dass die Abozahlen des Youtube-Kanals doch eher niedrig ausfielen. 

Nach Informationen des Branchendienstes DWDL lagen die Quoten der Sendung offenbar nicht niedriger als um diese Zeit beim Bayerischen Rundfunk üblich.

Auf Spiegel Online wird der Mut honoriert, ein neues Format auszuprobieren. Allerdings gibt es auch vorsichtige Kritik an der Umsetzung. Einige kritische Anmerkungen finden sich auch bei Telepolis.  Der Mediendienst Meedia.de bezeichnet die Rundshow als verpatztes Social-TV-Debut.

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