Soziale Netzwerke Diaspora für alle oder keinen
Jürgen Kuri von der Computerzeitschrift c't über die Zukunftschancen von Diaspora als Community-Projekt
-
- Die Diaspora-Communitiy soll das Projekt übernehmen. Das Ende des Netzwerks? (luc legacy | Flickr | CC BY-SA 2.0)
Die vier Studenten und Gründer des sozialen Netzwerks Diaspora, 2010 als datenschutzfreundliche Facebook-Alternative angetreten, haben das Projekt an die Community übergeben. Dies solle "das Projekt weiterbringen", gaben sie in einem Blog-Eintrag bekannt.
Vier Studenten der New York University wollten 2010 mit dem sozialen Netzwerk Diaspora eine Alternative zu Facebook schaffen, das manche als datenschutzfeindliche Krake empfinden. Jetzt haben sie mitgeteilt, dass sie die Kontrolle über das Projekt an die Netzgemeinde übergeben wollen. Dies solle "das Projekt weiterbringen", schrieben sie in einem Blog-Eintrag. Zunächst wurde der Aktivitäten-Tracker für Entwickler geöffnet, die an der Diaspora-Entwicklung mitarbeiten möchten. Weitere Schritte sollen folgen.
Diaspora gescheitert
Was bedeutet das für die Zukunft des Projekts? Hat es in der Communityvariante noch weniger Chancen, an Facebook heranzukommen? Und wie steht es um die Aktivitäten anderer Social Networks, die datenschutzfreundlicher arbeiten als Facebook, wie zum Beispiel friendica? Oder liegt der Grund für den bislang mangelnden Erfolg von alternativen Netzwerken eher im Desinteresse der Facebook-User an Datenschutz? Diaspora hatte nach eigenen Angaben zuletzt 380.000 User weltweit. Jürgen Kuri von der Computerzeitschrift c't gibt im Gespräch Antworten.