Dienstag, 21. Mai 2013

Hörsaal /

Sozialwissenschaft "Wie lange sollen wir arbeiten?"  

Ein Vortrag des Wirtschaftswissenschaftlers Axel Börsch-Supan

Grafik Tag der Arbeit
Tag der Arbeit (Chrissie Salz )

"Wie lange sollen wir arbeiten? Der demografische Wandel als Chance für die Gesellschaft" von Axel Börsch-Supan.

In Frankreich, in Deutschland oder auch in anderen Ländern: die Proteste gegen ein höheres Renteneintrittsalter sind überall laut und stark. Kaum einem schmeckt die Idee, länger arbeiten zu müssen. Aber wir werden auch immer älter. Und unsere zusätzliche Lebenszeit verbringen wir keineswegs nur in Krankheit und Schwäche. Wir bleiben auch immer länger fit.

Der Wirtschaftswissenschaftler Axel Börsch-Supan hat sich diese Fakten angesehen und schließt daraus, dass es sowohl für uns als Gesellschaft, als auch für jeden einzelnen von uns viel attraktiver ist, länger zu arbeiten, als wir vielleicht denken. Denn wer länger arbeitet, der ist, zumindest statistisch, zufriedener als diejenigen, die frühzeitig in den Ruhestand gehen.

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

 

Axel Börsch-Supan promovierte 1984 in Volkswirtschaftslehre am Massachusetts Institute of Technology. Zur Zeit ist er Direktor des Mannheimer Forschungsinstituts Ökonomie und demografischer Wandel.
Er hielt seinen Vortrag am 9. März 2010 in der Urania in Berlin im Rahmen der Vortragsreihe "exkurs – Einblicke in die Welt der Wissenschaft", in der die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG aktuelle Ergebnisse der von ihr geförderten Forschung vorstellt.

Dieser Hörsaal ist eine Wiederholung vom 01.01.2011.

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Kommentare 1 - 1 von 1

  • 1. Was kommen bei DRadio für "Experten" zu Wort?

    Wer sich einmal informiert, wer Börsch-Supan und sein MEA im Wesentlichen finanziert, wird verstehen, woher seine Meinung stammt, dass es "sowohl für uns als Gesellschaft, als auch für jeden einzelnen von uns viel attraktiver ist, länger zu arbeiten". Deutschlands Bevölkerung altert seit mehr als 100 Jahren (!), der jährliche Produktivitätszuwachs überwiegt die demographische Alterung um ein Vielfaches. Die zunehmenden Probleme der Finanzierung der Gesetzlichen Rentenversicherung aus dem Umlageverfahren ergeben sich fast ausschließlich aus der Massenarbeitslosigkeit und haben so gut wie nichts mit dem "demographischen Wandel" zu tun. Ein Hauptproblem ist insbesondere der starke Anstieg der Beschäftigungslosigkeit ab dem Alter 55. Es ist für mich als Wissenschaftler auf dem Gebiet der Demographie traurig zu sehen, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk als Werbeplattform für Versicherungslobbyisten missbraucht wird.

    wilko0070 01.01.2011 20:14 Uhr

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